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Sind Ihre strategischen Diskussionen wirklich strategisch?

«Diskutieren wir da gerade wirklich Strategisches?» Jeder kennt das, wie schnell man auch in strategischen Gesprächen ins Operative abdriftet. Mit drei Faktoren schaffen Sie es, strategisch zu bleiben.

Erst wenn Sie 10 bis 25 Prozent Ihrer Zeit in strategische Diskussionen investieren, beginnen Sie, Ihre Unternehmenszukunft aktiv zu gestalten.

Es ist richtig und wichtig, dass Sie sich als Führungskraft um Ihr Tagesgeschäft kümmern, gar keine Frage. Dafür sollten Sie den Grossteil Ihrer Zeit einsetzen. Das eine tun, das andere keinesfalls lassen – Sie sollten konsequent mindestens 10 Prozent Ihrer wertvollen Zeit für das langfristig Wertvollste einsetzen: die Zukunft Ihres Unternehmens. Je nach Geschäftsverlauf, Herausforderungen und Ambitionen kann und muss dies auch 20 oder 25 Prozent Ihrer Zeit einnehmen.

 

Mit den nachstehenden drei Faktoren stellen Sie sicher, dass Sie strategisch sind:

 

Zukunft im Fokus

Diskutieren Sie gerade über die Gegenwart oder über die Zukunft? Haben Sie dabei die Zukunft im Fokus? Nur mit dem Blick in die Zukunft haben Sie die richtige Flughöhe für strategische Gespräche.

 

Denn Unternehmensstrategie gestaltet nicht die Gegenwart, sondern die Unternehmenszukunft. Gerade in Zeiten der grossen und rasanten Veränderung ist es existenziell wichtig, dass Sie nicht nur im Unternehmen arbeiten (operatives Tagesgeschäft), sondern vor allem auch am Unternehmen arbeiten (strategisch).

Trends im Blick

Besprechen Sie einfach die bestehenden Marktbedürfnisse oder die Marktbedürfnisse von morgen und übermorgen? Strategische Diskussionen können durch das Einbringen der relevantesten Trends geradezu beflügelt werden.

 

Strategisches Denken und Handeln dreht sich letztlich vor allem darum, sich bietende Chancen zu erkennen und zu seinem Vorteil nutzen zu können. Wir unterscheiden vier Trendebenen:

  • Gesellschaft, Ökologie, Regulierungen
  • Wirtschaft, Technologie
  • Wettbewerber, Wettbewerbssituation
  • Märkte, Marktbedürfnisse

Neu zu Schaffendes

Ertappen Sie sich in Ihren strategischen Gesprächen dabei, wie Sie primär Bestehendes diskutieren? Haben Sie das neu zu Schaffende im Blick? Nur mit dem Fokus auf das Neue denken Sie strategisch.

 

Nur mit der Sicht auf Neues gestalten Sie Ihre Unternehmenszukunft aktiv. Denn nur, wenn Sie mit Neuem vorangehen, können Sie gestalten. Ansonsten werden es Ihre bestehenden oder ganz neuen Wettbewerber tun. Sie können dann nur noch reagieren und Sie werden in die äusserst unangenehme Defensive gedrängt. Strategische Diskussionen drehen sich um Neues, dazu gehören unter anderem:

  • Geschäftsmodelle
  • Produkte
  • Services
  • Märkte
  • Wertschöpfungstiefe
  • Differenzierungsfaktoren

 

Wie erleben Sie es, bei Ihren strategischen Diskussionen die richtige Flughöhe zu halten? Was sind dabei Ihre grössten Herausforderungen?

 

 

Der Autor

Raphael Ledergerber ist Betriebsökonom FH und hat über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Führung, Strategie, Innovation, Change-Management, Marketing und Verkauf. Unter anderem war er bei Hilti im Management und baute in dieser Funktion das Service-Business auf. Heute ist er Inhaber von Ledergerber & Partner und externer Verwaltungsrat verschiedener KMU und Organisationen. Er unterstützt als Sparringspartner, Coach und Berater Fir- men bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien sowie als Führungscoach. Zu seinen Kunden gehören unter anderen MEM-Industrieunternehmen, Ingenieurunternehmen und Architekturbüros.

www.ledergerber-partner.ch

 

Zürich 05.03.2025
Beitrag von: Raphael Ledergerber
Bildquelle: Shutterstock

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