Donnerstag am 24. September 2026
Empa, Dübendorf
Eine PDF-Version des untenstehenden Programms finden Sie hier.
Die Weltraumwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Sinkende Startkosten, Megakonstellationen und steigende Verteidigungsausgaben verändern die Spielregeln – und eröffnen neue Chancen. Wie sind die Schweizer Akteure in diesem dynamischen Umfeld aufgestellt? Wie können sich die Schweiz und ihre Akteure strategisch positionieren, um auch künftig eine Schlüsselrolle im globalen Wettbewerb einzunehmen?
ETH Zürich | Space ist eine institutionelle Initiative zur Koordination und Weiterentwicklung raumfahrtbezogener Aktivitäten an der ETH Zürich im Kontext der Schweizer Raumfahrtlandschaft. Sie verbindet Forschung, Lehre und Technologietransfer und unterstützt Projekte entlang ihres gesamten Lebenszyklus. In enger Zusammenarbeit mit Industrie, Raumfahrtagenturen sowie nationalen und internationalen Hochschulen fördert sie interdisziplinäre Projekte und gemeinsame Missionen.
Die Anforderungen an Materialien im Weltraum unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den Anforderungen auf der Erde. Im Weltraum und in der Raumfahrt treffen wir beispielsweise auf hohe Strahlung oder auf extreme Druck- und Temperaturschwankungen. Schutz gegen Strahlung oder Oberflächenalterung spielen eine grosse Rolle. Im Vortrag zeigen wir Beispiele, welche Herausforderungen im Weltraum bestehen und wie die Empa diesen mit neuen Materialien und Herstellungsprozessen begegnet.
Fernerkundung und Erdbeobachtung liefern wichtige Informationen über unseren Planeten – von Klima und Umwelt bis zur Landwirtschaft oder Katastrophenhilfe. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Fernerkundung sowie die vielfältigen Aktivitäten der Schweiz in der Erdbeobachtung: von Forschung und der Nutzung von Erdbeobachtungsdaten über Anwendungen bis hin zur internationalen Zusammenarbeit.
Thales Alenia Space Schweiz AG ist ein führender Schweizer Anbieter von hochpräzisen optoelektronischen Systemen für die Raumfahrt. Als Schlüsselpartner der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt und produziert das Unternehmen in Zürich kritische Komponenten für wissenschaftliche Instrumente, Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung. Ihre Technologien tragen massgeblich dazu bei, die Erde und das Universum besser zu verstehen.
tbd
Eine digital gefertigte Treppe, die sich in den zweiten Stock windet. Eine hauchdünne, perforierte Betondecke, die den Schall absorbiert. Boden- und Wandmaterialien aus rezyklierten Abfallstoffen. Die 2024 eröffnete NEST-Unit «STEP2» ist ein Leuchtturm für materialsparende und energieeffiziente Bautechnologien. Die gleiche Thematik prägt auch die Unit «HiLo», die in enger Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entwickelt worden ist. In ihr wurden bereits vor einigen Jahren zentrale Elemente zeitgenössischer Gebäudestrukturen, wie Geschossdecken und Solarfassaden, neu gedacht. Nach wie vor ist «HiLo» ein Vorzeigeprojekt im Bereich von Beton-Leichtbauteilen."
Nachhaltige Mobilität heisst unter anderem, fossile Treibstoffe vollständig durch erneuerbare Energie zu ersetzen und den CO2-Ausstoss massiv zu senken. Eine Chance bietet die direkte Nutzung von erneuerbarer Elektrizität in Elektrofahrzeugen sowie die Verwendung von erneuerbarer Energie für die Herstellung von CO2-armen Treibstoffen wie Wasserstoff oder Methan. Diese können als Treibstoffe für den Langstrecken- und Lastverkehr eingesetzt werden. Im move zeigt die Empa in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand, wie die Mobilität der Zukunft ohne fossile Energie funktionieren könnte.
Im Center for X-ray Analytics der Empa werden modernste Röntgenanalysemethoden entwickelt, um Materialien zu untersuchen.
Diese Verfahren ermöglichen nicht nur eine präzise Charakterisierung von Struktur und Eigenschaften, sondern auch die Optimierung von Herstellungsprozessen. Das Labor kombiniert Röntgendiffraktion, Streuungsmethoden und hochauflösende 3D-Bildgebung und unterstützt sowohl Wissenschaft als auch Industrie in Bereichen wie Life Sciences, Nanotechnologie und nachhaltigen Materialien. Im Bereich Raumfahrt gelingt es Empa-Forschende mit unterschiedlichen Röntgenmethoden Satelliten zerstörungsfrei zu untersuchen. Diese könnten künftig bei der Entwicklung von wiederverwendbaren Raumfahrttechnologien sowie in der Aviatik und der Autoindustrie zum Einsatz kommen. (Führung nicht barrierefrei)
An Fügeverbindungen in der Raumfahrt werden - je nach Anwendung und Einsatzbereich - besondere Anforderungen gestellt: So müssen sie zum Teil extremen Umgebungsbedingungen mit hohen Temperaturschwankungen, Erschütterungen und kosmischer Strahlung widerstehen. Für kommerzielle Anwendungen wie Kommunikationssatelliten spielen zunehmend auch einfache Materialverfügbarkeit, Umweltfreundlichkeit und niedrige Kosten eine wichtige Rolle. Generell gilt jedoch: Versagt eine Fügeverbindung im All, hat das oft katastrophale Folgen. Daher sind hohe Zuverlässigkeit und Qualität entscheidende Faktoren. Die Empa beschäftigt sich seit langem mit der Erforschung und Erprobung neuer Fügetechnologien sowie der Entwicklung und Herstellung von Baugruppen für wissenschaftliche Instrumente für die Raumfahrt.