Schweizer Technik für neue Pariser Seilbahn
In Paris ist Anfang Dezember die längste städtische Seilbahn Europas in Betrieb gegangen. Die Anlage «Câble C1» verbindet mehrere südliche Vororte der französischen Hauptstadt und ergänzt erstmals das bestehende öffentliche Verkehrsnetz der Region Île-de-France.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Schweizer Technologie. Die tragenden Förderseile stammen von der Fatzer AG aus Romanshorn TG. Insgesamt wurden drei Seilschlaufen mit einem Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen geliefert. Sie sind für hohe Belastungen im urbanen Raum ausgelegt und laufen dank spezieller Kunststoffelemente besonders ruhig. Zusätzlich werden die Seile permanent überwacht. Ein magnetbasiertes Messsystem kontrolliert ihren Zustand während des laufenden Betriebs und erkennt frühzeitig mögliche Schäden.
Die 4,5 Kilometer lange Seilbahn soll täglich bis zu 11’000 Passagiere transportieren, den Verkehr entlasten und den CO₂-Ausstoss senken. Produziert wurden die Seile vollständig in der Schweiz.
Bildquelle: Laurent Grandguillot