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Vier Podestplätze für den Robotik-Nachwuchs

Mit einem Sieg, einem zweiten Platz und zwei dritten Rängen in der Europawertung kehrt die Schweizer Delegation vom World Robot Olympiad Open Championship Europe in Zagreb zurück. Vom 13. bis 16. Oktober 2026 massen sich dort 219 Teams aus 44 Ländern in verschiedenen Robotik-Disziplinen.

Robolix aus Aeugst am Albis (ZH) gewann die Kategorie RoboMission Elementary (8–12 Jahre).

Robolix aus Aeugst am Albis (ZH) gewann die Kategorie RoboMission Elementary (8–12 Jahre) mit 555 Punkten und 150 Punkten Vorsprung vor den Zweitplatzierten. In der Kategorie RoboMission Senior (14–19 Jahre) holten die RoboRacers aus Ipsach und Roggwil (BE) den zweiten Rang. In der Europawertung ohne aussereuropäische Teams erreichten zudem Robomatik Creative++ aus Endingen und Ennetbaden (AG) in der Kategorie RoboMission Junior und Kirchenfeldrobotics aus Bern (BE) in der Kategorie Future Innovators Senior den dritten Rang. Knapp am Podest vorbei fuhr Robomatik NG: Bei Punktgleichheit mit dem Drittplatzierten entschied die etwas langsamere Laufzeit.

 

219 Teams aus 44 Ländern

Das Open Championship Europe fand vom 13. bis 16. Oktober 2026 in den Messehallen von Zagreb statt. 219 Teams aus Europa, Asien, Afrika und Amerika traten in acht Kategorien und Altersgruppen an, von RoboMission und Future Innovators bis Future Engineers und RoboSports. Qualifiziert hatten sich die Schweizer Teams am Schweizer Final im Juni.

 

Rockstars, Festungen und Mosaike

Alle Aufgaben stehen 2026 unter dem Motto «Robots Meet Culture». Als «Robot Rockstars» bauen die Roboter der Elementary-Teams ein Musikfestival auf und bringen Instrumente, Noten, Mikrofone und Kabel an ihren Platz. Der Roboter des Teams Robolix konnte Kabel und Mikrofon mit einem einzigen Griff fassen. Die Junior-Roboter sind «Heritage Heroes»: In einer alten Festung führen sie Besucher umher, bauen Türme wieder auf, reinigen das Kopfsteinpflaster und bringen Artefakte ins Museum. Als «Mosaic Masters» restaurieren die Senior-Roboter ein beschädigtes Mosaik: Sie verteilen Werkzeuge, liefern Zement und verlegen farbige Mosaiksteine.

 

In der Kategorie Future Innovators entwickeln die Teams einen Prototyp für ein reales Problem und präsentieren ihn einer Jury, die neben Technik und Kreativität auch gesellschaftliche Wirkung und Marktchancen bewertet. 2026 sollen die Roboter Kunst und Kultur voranbringen: kulturelles Erbe schützen oder den Zugang dazu vereinfachen, mit Menschen und KI Neues schaffen oder Geschichte erlebbar machen.

 

Kirchenfeldrobotics zeigte CableGuard, einen autonomen Roboter, der die Stahlseile von Seilbahnen abfährt, sie mit zwei Kameras auf einem drehenden Ring rundum fotografiert und Schäden samt Position mit einem selbst trainierten neuronalen Netz erkennt – etwa an den 129 schützenswerten historischen Seilbahnen der Schweiz.

 

Swiss Engineering unterstützt die World Robot Olympiad als Medienpartner und verleiht zudem den Swiss Engineering Design Award. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Berufsverband der Ingenieur:innen und Architekt:innen nicht nur technisches Können, sondern auch kreatives Design und durchdachte Konstruktionen. «Gemeinsam fördern wir die Talente von morgen und bauen Stereotypen ab», erklärt Zentralpräsident Crupi.

27.10.2026
Beitrag von: Hendrik Thielemann
Bildquelle: WRO

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