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Technik vermitteln und Nachwuchs gewinnen

Jugendliche für Industrierobotik begeistern und Talente fördern: Wie eine private Initiative praktische MINT-Förderung betreibt, zeigte das «RoboTech Lab» am 19. August Besuchern der Swiss Engineering Sektion Thurgau.

 

Text: Martin Sinzig

 

Robotik, Nanotechnologie, 3-D-Druck oder Projekte an verschiedenen Mikroskopen gehören im «RoboTech Lab» des Startups «birdypol GmbH» am Bildungszentrum Arbon zur Begabtenförderung. Die private Initiative verschafft Schülerinnen und Schülern erste Berührungspunkte mit Industrierobotern, CAD, 3D-Druckern, Mikroskopen (bis zum Rastertunnelmikroskop), Bionik und KI.

In Action!

Niki Vogel vom «RoboTech Lab» demonstriert einen der Handlingsroboter.

Technik hautnah einsetzen

Eine Besuchergruppe der Swiss Engineering Sektion Thurgau sowie Vertreter aus dem Bildungssektor erfuhren, wie hier praktische MINT-Förderung betrieben wird. Das Spektrum reicht von projektbasiertem Lernen mit echten Technologien für Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe aus dem ganzen Kanton bis zu Talentworkshops für Lernende aus den Berufen Elektroniker, Automatiker, Konstrukteur, Polymechaniker, Informatiker und Mediamatiker.

 «Wir haben eine Riesenfreude an Technik, und das ist unsere Zukunft», machte Daniel Bösch als Rektor des Bildungszentrums Arbon zur Begrüssung deutlich. «Bei den Workshops und in Lehrlingsprojekten entstünden unglaublich wertvolle Geschichten». Das «RoboTech Lab» biete viel und ermögliche es, zusammen mit Jugendlichen, Technik hautnah einzusetzen. Das habe er selber als Vater erfahren dürfen, bestätigte Martin Messerli, Vorstandsmitglied der Swiss Engineering Sektion Thurgau.

Für Schulkinder und Lernende

Das «RoboTech Lab» verfolge die Vision, die Bildung und die Industrie zu verknüpfen, machte Niki Vogel als Leiter des Programms deutlich. Jährlich erhielten 300 Schulkinder von der 3. Bis 7. Klasse einen praktischen Einblick in die industrielle Robotik sowie in anderen Technologien. Sogenannte «Talent factories» für Lernende und auch die Betreuung von Diplomarbeiten gehören zum Aufgabengebiet des privat organisierten Labors.

Unterstützt wird dieses von regionalen Industrieunternehmen. «Wir führen Kinder und Jugendliche praktisch in die Nutzung moderner Technologien ein und es entstehen dadurch tolle Erfolgsstories», weiss Niki Vogel. «Letztlich entwickeln wir damit langfristig den nötigen Nachwuchs für die Industrie».

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