Raumfahrtnation Schweiz: Tage der Technik zeigen Chancen des New Space
Die Schweiz ist eine Raumfahrtnation – auch wenn es vielen nicht bewusst ist. Die Tage der Technik 2026 zeigen in zwei Veranstaltungen am 22. September in Lausanne und am 24. September in Dübendorf, welchen Beitrag Schweizer Unternehmen und Forschungsinstitutionen leisten und welche Chancen der Wandel zum New Space eröffnet. Die Teilnahme ist kostenlos.
Zürich, 12. August 2026. Satellitennavigation, Telekommunikation oder Erdbeobachtung – zahlreiche Anwendungen, die heute selbstverständlich sind, basieren auf Raumfahrttechnologien. Gleichzeitig entwickelt sich die Raumfahrt zu einem dynamischen Wachstumsmarkt. Neue Geschäftsmodelle, private Anbieter und deutlich tiefere Startkosten verändern die Branche grundlegend und schaffen auch für Schweizer Unternehmen neue Chancen.
Die Schweiz spielt dabei seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Als Gründungsmitglied der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat sie die europäische Raumfahrt von Beginn an mitgestaltet. Schweizer Unternehmen entwickeln Schlüsseltechnologien für Trägerraketen, Satelliten und wissenschaftliche Missionen und gehören in zahlreichen Nischen zur Weltspitze. Gleichzeitig entsteht eine neue Generation innovativer Start-ups, die den Wandel zur kommerziellen Raumfahrt mitprägt.
Die Tage der Technik 2026 vermitteln einen fundierten Überblick über die Schweizer Raumfahrt – von ihrer historischen Entwicklung bis zu den technologischen und wirtschaftlichen Perspektiven im New-Space-Zeitalter. Fachleute aus Behörden, Industrie und Forschung zeigen auf, welche Rolle die Schweiz heute im internationalen Raumfahrtsektor spielt und welche Chancen sich daraus für Wirtschaft und Gesellschaft ergeben.
Programm in Lausanne (22. September)
Den Auftakt im Palais de Rumine in Lausanne gestaltet Grégoire Bourban von Space Exchange Switzerland mit einem Überblick über die Schweizer Raumfahrtlandschaft. Dr. Eleonore Cassandra Poli vom CSEM zeigt, wie anspruchsvolle Raumfahrttechnologien den Weg in Anwendungen auf der Erde finden. Loé Maire von der Universität Zürich erläutert die Bedeutung der Fernerkundung für Klima, Umwelt und Katastrophenschutz. Muriel Richard vom Start-up ClearSpace präsentiert die erste ESA-Mission zur aktiven Beseitigung von Weltraumschrott. Den Abschluss bildet Didier Manzoni, Präsident der Swiss Space Industries Group, mit einem Überblick über die Schweizer Raumfahrtindustrie und ihre strategische Bedeutung.
Programm in Dübendorf (24. September)
In der Empa-Akademie beleuchtet David Blum vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die strategische Position der Schweiz im internationalen Raumfahrtmarkt. Prof. Dr. Antonia Neels von der Empa zeigt, welche neuen Materialien den extremen Bedingungen im Weltraum standhalten. Carmen Meiller von der Universität Zürich erklärt die Rolle der Schweizer Forschung in der Erdbeobachtung. Benjamin Gresse von Thales Alenia Space Schweiz gibt Einblicke in hochpräzise Schweizer Raumfahrttechnologien, bevor Dr. Philipp Oettershagen von Beyond Gravity die wichtigsten Trends des internationalen New-Space-Marktes und deren Bedeutung für Europa und die Schweiz aufzeigt.
Über die Tage der Technik
Der Berufsverband der Ingenieur:innen und Architekt:innen Swiss Engineering organisiert die jährliche Veranstaltungsreihe «Tage der Technik» gemeinsam mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, der Empa, dem Verband der Schweizer Tech-Industrie Swissmem sowie dem Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM). Die Veranstaltungen greifen aktuelle Themen aus der Welt der Technik auf und stellen diese im Zusammenhang von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zur Diskussion.
Die Teilnahme an den beiden Veranstaltungen ist kostenlos, eine Voranmeldung ist jedoch erforderlich. Infos und Anmeldung unter: www.tage-der-technik.ch bzw. www.journees-de-la-technique.ch
Beitrag von: Hendrik Thielemann, Swiss Engineering STV
Bildquelle: ESA