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Schweizer Knowhow für alle Kontinente

Vom Lawinenschutz über den Bergbau bis zur Formel-1: Die von der Geobrugg AG entwickelten Stahlnetze setzen weltweit neue Standards. Am Hauptsitz in Romanshorn gewährte das Unternehmen Vertretern der Swiss Engineering Sektion Thurgau Einblicke.

 

Text: Martin Sinzig

 

Die Geobrugg AG geht auf die 1836 in Romanshorn gegründete Seilerei Fatzer zurück. 1951 wurden erste Lawinenverbauungen aus Drahtseilen entwickelt, doch erst in den 1990er Jahren, als Fatzer von der Gruppe Brugg übernommen wurde, entstand eine Abteilung namens Geobrugg für die sogenannten Schutzsysteme. Aus dem damals sechsköpfigen Spezialisten- Team ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit 550 Beschäftigten geworden.

Manuel Eicher | © Martin Sinzig

Geobrugg im Formel-1

Manuel Eicher erläutert die im Motorsport eingesetzten Schutzsysteme von Geobrugg.

Von Naturgefahren bis zur Formel-1

Inzwischen hat die Geobrugg Produktionsstätten auf allen Kontinenten aufgebaut, wie Chief Marketing Officer (CMO) Manuel Eicher ausführte. Die Schutzsysteme werden heute nicht nur in Romanshorn, sondern auch in New Mexico in den USA, in Chile, in Südafrika, in Australien, Indien, China und Japan fabriziert, und jüngst ist eine Produktion in Indonesien eröffnet worden.

Die grösste Nachfrage bestehe nach wie vor im Bereich Naturgefahren, Anwendungen für Minen, Bergbau und Tunnel seien das zweitgrösste Segment, schilderte Eicher. Als führende Anbieterin von Systemen etabliert habe sich die Geobrugg AG insbesondere auch im Bereich des Motorsports. Im Formel-1-Bereich setze das Schweizer Unternehmen inzwischen die Standards.

Granit Miftari | © Martin Sinzig

Granit Miftari, Produktionsleiter Systeme, im Gespräch mit einem Besucher von Swiss Engineering.

Arnold Hofmann | © Martin Sinzig

Arnold Hofmann, Produktionsleiter Geflechte, gibt Auskunft über die Verarbeitung hochfester Stahldrähte.

Grosses Engineering-Knowhow

Kernkompetenz der Geobrugg AG sei die Fähigkeit, Lösungen mit Systemeigenschaften zu entwickeln und nicht nur Netze, machte der CMO deutlich. Mit Erfahrung, Forschergeist, eigenen Testverfahren, ständiger Weiterbildung sowie in enger Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten treibt das Unternehmen Innovationen voran. Aktuell werden auch Drohnenschutzsysteme getestet, verriet Eicher.

 

Wie hochfeste Drähte zu Netzen und mit allen wichtigen Systemkomponenten bereitgestellt werden für den Transport in die ganze Welt, davon konnten sich die Gäste von Swiss Engineering beim anschliessenden Rundgang ein Bild machen. Die in den Bereichen Systeme und Geflechte eingesetzten Maschinen werden von Geobrugg-Ingenieuren entwickelt und unterstreichen die Rolle des Unternehmens als Knowhow-Träger.

Begrüssung Eicher | © Martin Sinzig

Begrüssung bei Geobrugg

Swiss Engineering-Vertreter aus dem Thurgau und angrenzenden Kantonen zeigten grosses Interesse an den Leistungen von Geobrugg.

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