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Delegiertenversammlung: Zwei neue Fachgruppen stärken Swiss Engineering

Die 127. Delegiertenversammlung von Swiss Engineering hat am 25. April 2026 in Winterthur die Gründung von gleich zwei neuen Fachgruppen beschlossen. Mit den Bereichen «Cybersecurity» und «Swiss Engineering English Network» reagiert der Verband auf aktuelle Entwicklungen im Ingenieurumfeld und will gleichzeitig neue Zielgruppen erschliessen.

Die Fachgruppe Cybersecurity trägt der wachsenden Bedeutung von IT-Sicherheit Rechnung – sowohl als Herausforderung für Unternehmen und Gesellschaft als auch als dynamisches Marktsegment für Ingenieurleistungen. Mit dem «English Network» schafft Swiss Engineering zudem eine Anlaufstelle für Fachkräfte, die keine Landessprache sprechen. Damit soll die Integration internationaler Ingenieurinnen und Ingenieure erleichtert und deren Einbindung in den Verband gezielt gefördert werden.

 

Neben diesen strategischen Weichenstellungen verliefen die statutarischen Geschäfte weitgehend reibungslos. Die Jahresrechnung 2025 wurde einstimmig genehmigt und dem Zentralvorstand sowie der Geschäftsleitung Décharge erteilt. Auch die vorgeschlagenen Statutenänderungen – unter anderem zur Handhabung inaktiver oder verbandswidrig handelnder Sektionen – fanden Zustimmung.

 

Bei den Wahlen wurden Gabriel Engelhart, Thomas Truog und Stefan Tschanz neu in die Geschäftsprüfungskommission gewählt. Im Stiftungsrat wurde Daniel Löhr bestätigt, während Silvia Schintke und Pascal Gurtner neu Einsitz nehmen. Die Mitgliederbeiträge für 2027 bleiben unverändert.

 

Goldene Turbine für Sabine Sulzer

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Verleihung der «Goldenen Turbine». Die Auszeichnung ging an Prof. Sabine Sulzer von der Hochschule Luzern, die dort die Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich Technik & Architektur leitet. Überreicht wurde der Preis durch Peter Moser. Seit 2020 vergeben Swiss Engineering und die Stiftung BildIng die «Goldene Turbine» an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Technik-Weiterbildung in der Schweiz engagieren.

 

Verbandspräsident Giovanni Crupi blickte in seinem Bericht auf die Aktivitäten des Jahres 2025 zurück. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Engagements im Bildungsbereich, insbesondere in der Förderung von MINT-Themen etwa durch Hackathons. Gleichzeitig setzte der Verband verstärkt auf digitale Kommunikation: Mit Kampagnen auf Plattformen wie Instagram und TikTok soll gezielt ein jüngeres Publikum angesprochen und für eine Mitgliedschaft gewonnen werden.

 

Inspirierender Abschlussvortrag von Nationalrat Gugger

Den Abschluss bildete ein Referat von Nationalrat Nik Gugger. Am Beispiel des Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und Indien zeigte er die Bedeutung von interkultureller Zusammenarbeit auf. Gugger hat an diesem Abkommen massgeblich mitgewirkt. Sein Fazit: Erfolgreiche internationale Kooperation erfordert Geduld, gegenseitige Wertschätzung und Respekt gegenüber unterschiedlichen Hierarchien – eröffnet aber gleichzeitig grosse Chancen, auch für Ingenieurinnen und Ingenieure.

05.05.2026
Beitrag von: Hendrik Thielemann
Bildquelle: Gabriela Lazaridis

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