Autoneum baut Präsenz in China aus
China ist das neue Deutschland – zumindest wenn es um die weltweite Führungsrolle im Automobilbau geht. Das weiss man offenbar auch bei Autoneum. Der Schweizer Zulieferer baut seine Präsenz im Reich der Mitte weiter aus und errichtet zwei neue Werke in der Provinz Anhui. Die Standorte in Wuhu und Anqing sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 den Betrieb aufnehmen und künftig rund 400 Mitarbeitende beschäftigen. Produziert werden unter anderem Teppiche, Stirnwandisolationen sowie Kapselungen für Elektromotoren. Die Komponenten sind für moderne Fahrzeugplattformen ausgelegt und werden unter anderem an den chinesischen Automobilhersteller Chery geliefert.
Auslöser für die Investitionen sind mehrere neue Aufträge für verschiedene Fahrzeugprogramme. Mit den neuen Produktionsstätten will Autoneum seine Kunden vor Ort schneller und effizienter beliefern und die Industrialisierung neuer Produkte beschleunigen. Das Unternehmen bezeichnet die Aufträge von Chery als Bestätigung seiner technologischen Kompetenz und seiner starken Marktposition in China.
China ist ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie des Winterthurer Unternehmens. Bereits 2025 hatte Autoneum mit der Jiangsu Huanyu Group und der Chengdu Yiqi-Sihuan Group zwei chinesische Zulieferer übernommen. Damit stärkte der Konzern seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten sowie den Zugang zu führenden chinesischen Fahrzeugherstellern. Mit den beiden neuen Werken will Autoneum das Geschäft in Asien weiter ausbauen und den Anteil der Region am Konzernumsatz mittelfristig erhöhen.
Beitrag von: Hendrik Thielemann
Bildquelle: Autoneum