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Fachzeitschrift SWISS ENGINEERING STZ

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Digitalisierung: Eine gesellschaftliche Herausforderung?
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Digitalisierung: Eine gesellschaftliche Herausforderung?

STZ, November, 2019 - Digitalisierung ist in aller Munde. Nur, welche Auswirkungen auf die Gesellschaft hat Sie? Welche Fragen zur Ethik müssen wir beantworten? Welche Verantwortung übernehmen? Jacques Genoud, Vizepräsident im Zentralvorstand von Swiss Engineering erläutert, wie er die Herausforderungen einstuft und weshalb er das Projekt «Digital-Strategie» für den Verband prüft und initiiert.

«Digitalisierung ist eine unvermeidliche Realität mit Herausforderungen, Risiken aber auch Chancen für unsere Gesellschaft», beantwortet Jacques Genoud die Frage zu den Begriffen Technik, Ethik, Verantwortung und Gesellschaft. «Ich denke auch an das Bewusstsein für die Verantwortung, die wir übernehmen müssen, damit die Technologie in den Diensten der Gesellschaft und ihrer Menschlichkeit steht und nicht umgekehrt.» Die Herausforderung sieht Jacques Genoud im gesamtheitlichen System auf technologischer, wirtschaftlicher, politischer, ökologischer, gesellschaftlicher, kultureller, sozio-sanitärer, philosophischer und ethischer Ebene.

Szenario Blockchain, 3D-Druck, IoT-Implantat & Co.

«Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Eine Krankenkasse bietet Ihnen die Möglichkeit, via «Blockchain» ein Jahresabonnement für eine Versicherung abzuschliessen, welche Ihre Organe mittels 3D-Druck im Falle einer Schädigung oder Erkrankung ersetzt, unterstützt mit künstlicher Intelligenz (KI). Die Bedingung für diesen Service ist die Transparenz Ihrer DNA, welche digitalisiert und in einer gesicherten «Cloud» hinterlegt ist. Eine Premium-Option bietet Ihnen ein IoT-Implantat, welches Ihr «neu gedrucktes» Organ fernsteuert und durch den Arzt Ihrer Wahl stets überwacht wird. Das überzeugende Verkaufsargument für diesen Service lautet: Leben Sie über 100 Jahre hinaus, haben wir den Tod getötet!», so Jacques Genoud.

Dieses Szenario drängt Fragen zu all den oben genannten Ebenen auf, wie beispielsweise der Technologie: Wie werden meine personenbezogenen Daten verwendet und gesichert? Wer steuert mein IoT-Implantat?, Ethik: Sind die Ressourcen nachhaltig und ethisch?, Wirtschaft: Wer bezahlt meine Rente nach meinem 100sten Altersjahr?, Politik: Welche Regulationen müssten eingeführt werden?, Ökologie: Was sind die Auswirkungen, wenn ich 40 Jahre länger lebe und die Menschheit mehr und mehr den fünften Lebensabschnitt erreichen kann?, Philosophisch und ethisch: Was bedeutet es, den Tod zu töten?

Wie weiter, was ist zu tun?

Bisher hätten wir die Entwicklung zwar «gemeistert», sie wäre menschlich und unter unserer Kontrolle geblieben. Die Entwicklung sei aber unaufhaltbar, intensiv und schnell. Über die «einfache» Digitalisierung hinaus, so Jacques Genoud. «Es wird Zeit, dass sich unsere Gesellschaft mit den systemischen Herausforderungen auseinandersetzt. Die Frage der Kontrolle bleibt sicherlich, Künstliche Intelligenz könnte uns dabei helfen. Also warum nicht eine bessere Welt schaffen?». s Auf der anderen Seite würden die Menschen stets im Wettbewerb mit KI und den Robotern stehen. Jacques Genoud ist überzeugt, dass den Menschen Vitamin (K) nach wie vor hilft, wettbewerbsfähig zu bleiben. Vitamin (K) steht für die Kompetenzen der Kooperation, Kreativität und dem Umgang mit dem Kunden. Wir sollten weise, vernünftig und menschlich bleiben. Über die Generationen hinweg müssten wir die uns öffnende Welt stets kontrollieren, mit aber der notwendigen Menschlichkeit. Und dies als eine Chance sehen.

Eine Chance auch für Swiss Engineering

Swiss Engineering hat eine zentrale Rolle und eine gesellschaftliche Verantwortung bei technologischen Herausforderungen zu tragen. So ist es wichtig, dass die Stimmen, Standpunkte und die Rolle der Ingenieurinnen und Ingenieure auch in diesem Thema vertreten sind. Unter Berücksichtigung der systemischen Dimensionen (wirtschaftliche, ökologische, politische, ethische, philosophische usw.) versteht sich. Für Jacques Genoud die wichtigsten Gründe, das Projekt «Digital Strategie» zu initiieren. Es soll in Zusammenarbeit mit Interessierten aus den Sektionen, Fachgruppen und Regionen entwickelt werden.

 

Jacques Genoud ist seit 2018 Mitglied beim Zentralvorstand in der Funktion des Vizepräsidenten.
Bei der HES-SO//Fribourg ist Generaldirektor von vier Fachhochschulen: die Fachhochschule für Ingenieurwesen und Architektur, die Fachhochschule für Management, die Fachhochschule für Gesundheitswesen, die Fachhochschule für Sozialarbeit. Jacques Genoud verfügt über einen Titel als Ingenieur FH, eine Nachdiplomausbildung in Betriebswirtschaft und einen Master of Business Administration. Er hatte mehr als 20 Jahren im Bereich der industriellen Telekommunikation tätig gearbeitet. Die Durchführung des Dienstleistungsgeschäfts und der Teams war für ihn eine Selbstverständlichkeit, was ihm viel Freude bereitete. Innerhalb der HES-SO//FR führt er grosse, interdisziplinäre Projekte mit multiberufskulturellen Geschäftsteams durch.

Autorin: Uschi Roth
Bildquelle: ACSM-FR

 

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