Vernehmlassungsantwort

Stellungnahme von Swiss Engineering und der Fachgruppe Mobility zur Vereinfachung der Einführung von Tempo-30-Zonen und Spezialregelungen für Carpooling.

Wollen Sie sich mit Spezialisten aus Ihrem Fachgebiet austauschen?

In den meist überregional oder national ausgerichteten 27 Fachgruppen schliessen sich Ingenieur:innen und Architekt:innen aus demselben Berufsfeld zusammen.

Wollen Sie sich aktiv engagieren?

Als Mitglied in Kommissionen oder im Vorstand können Sie aktiv im Verband mitwirken und die Zukunft von Swiss Engineering mitgestalten.

Swiss Engineering – Ihr Berufsverband

Swiss Engineering stärkt, fördert und vernetzt


Swiss Engineering STV ist der bedeutendste Berufsverband der Ingenieur:innen
und Architekt:innen der Schweiz, mit über 11‘000 Mitgliedern aller Fachrichtungen,
Branchen, Tätigkeitsbereichen und Führungsstufen. 

Swiss Engineering...

…stärkt das Profil und das Image der technischen Berufe und unterstützt junge
    und erfahrene Ingenieur:innen und Architekt:innen in ihrer Laufbahn.

…fördert die Bildung dank dem weitreichenden Netzwerk, mit starker Stimme in 
    Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

…vernetzt die Ingenieur:innen und Architekt:innen und bietet technische und
    praktische Informationen und Austauschplattformen.

Interessiert ? Mitglied werden

angle-left Zukunft bauen: Das Engagement in die Bildung
zurück zur Übersicht

Zukunft bauen: Das Engagement in die Bildung

STZ, Mai 2022 - Bauinvestitionen machen rund 10 Prozent des schweizerischen Bruttoinlandprodukts aus. Für die Ingenieure und Architekten herausfordernd wie interessant sind die Schnittstellen zur Digitalisierung und der Energiestrategie. Um den Nachwuchs der Fachkräfte zu fördern, engagiert sich der Berufsverband Swiss Engineering besonders für die Bildung und die Berufe in der Bauwirtschaft.

Gerade weil die Berufsbildung im Baubereich vom Bund stark reguliert ist, kann ein Berufsverband viel bewirken. Eine Regulierung sei notwendig, so Alexander Jäger, Generalsekretär bei Swiss Engineering. Die Berufslehren seien international gesehen sehr gute Ausbildungen. Neben den Unternehmen unterstütze der Bund die Berufslehren wirksam.

Zeichnerberufe in neue Sphären

Mit rund 6000 Lernenden ist der Zeichnerberuf eine der zehn meistgewählten Grundausbildungen. Fast die Hälfte aller Zeichnerinnen und Zeichner absolviert nach der Berufslehre eine weiterführende Ausbildung, sehr oft ein Studium an einer Fachhochschule. Die Lehre ist begehrt, da unter anderem dank Plavenir ein breites Aus- und Weiterbildungsangebot besteht. Plavenir ist eines der Wirkungsfelder von Swiss Engineering, mit Markus Kobel im Vorstand. Mit der Gründung von Plavenir am 22. Juni 2017 wurden die strukturellen Bedingungen geschaffen, um als gesamtschweizerische Organisation der Arbeitswelt die berufliche Aus- und Weiterbildung des Berufsfeldes Raum- und Bauplanung fördern und entwickeln zu können. Der Fokus liegt darauf, die gesetzlichen Grundlagen des Berufs der Zeichnerinnen und Zeichner EFZ mit Blick auf die aktuellen und künftigen Anforderungen an die Fachleute neu auszurichten. Dies geschieht im Rahmen einer Totalrevision der Bildungsverordnung und des Bildungsplans. Die Finanzierung soll künftig durch den geschaffenen Berufsbildungsfonds gesichert werden, dessen Start im Januar 2023 geplant ist.

Die Zukunft des digitalen Bauens

Die Digitalisierung im Bau schreitet voran. Für innovative Unternehmen ist es ein Leichtes, digitale Hilfsmittel wie BIM (Building Information Modeling bzw. Bauwerksdatenmodellierung) einzusetzen. Für die Planer- Lehren bedeutet dies Anpassung und Umgestaltung. Swiss Engineering fördert die Digitalisierung und unterstützt das gemein- Zukunft bauen: Das Engagement in die Bildung Bauinvestitionen machen rund 10 Prozent des schweizerischen Bruttoinlandprodukts aus. Für die Ingenieure und Architekten herausfordernd wie interessant sind die Schnittstellen zur Digitalisierung und der Energiestrategie. Um den Nachwuchs der Fachkräfte zu fördern, engagiert sich der Berufsverband Swiss Engineering besonders für die Bildung und die Berufe in der Bauwirtschaft. same Verständnis des digitalen Bauens. Für Zentralvorstandsmitglied Peter Moser ist es wichtig, dass die Besteller – die Bauherren – dieselbe Sprache sprechen wie die Planer und die Ausführenden. BIM sollte im gesamten Planungs- und Bauprozess bis zur Bewirtschaftung und Sanierung oder Rückbau eingesetzt werden, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Effizienz zu erreichen. «Diese Arbeitsmethode wird sich durchsetzen, da ein durchgehend vernetzter digitaler Ablauf machbar ist und angewendet wird», führt Peter Moser aus. Stellen Sie sich vor: Das Erstellen des digitalen Zwillings wäre möglich, die Qualität definiert, die Termine gesetzt und die Kosten wären festgelegt. Dann träfe der unerwartete Änderungswunsch seitens Bauherrn ein oder die rasch ansteigende Teuerung würde aufgrund des Weltgeschehens den Prozess beeinflussen. Würde dann nicht die rasche Information an alle Beteiligten eine wichtige Voraussetzung, um aktuelle Entscheidungen zu treffen und das Bauwerk erfolgreich beenden zu können? «Im gesamten digitalen Prozess ist die gemeinsame Sprache elementar, um Missverständnissen vorzubeugen und effizient zusammenzuarbeiten. Im Allgemeinen ist es das Ziel, das Bauwerk nachhaltig, ökonomisch und unter sozialen Aspekten zu erstellen», sagt Peter Moser.

Die führende Plattform für die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft ist «Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland». Mit Peter Moser im Vorstand, ist auch Swiss Engineering aktiv. Dabei werden praxistaugliche Instrumente erarbeitet und «Best Practices» der digitalen Transformation aufgezeigt, die von allen Beteiligten der Bau- und Immobilienwirtschaft eingesetzt und genutzt werden können.

Gemeinsam politisch wirksam

Die Teilnahme in der Stammgruppe Planung von Bauenschweiz ermöglicht eine gute Zusammenarbeit mit anderen Planerverbänden wie SIA und usic. Bauenschweiz ist das Bindeglied zwischen der Bauwirtschaft und der Politik und setzt sich im politischen Prozess für optimale Rahmenbedingungen ein. «So ist Swiss Engineering stets über die politisch heissen Themen in Bern informiert und kann sich direkt bei Bauenschweiz einbringen», verrät Alexander Jäger. Bei Vernehmlassungen und bedeutenden Themen spanne Swiss Engineering auch mit anderen Verbänden über die Plattform Bauenschweiz zusammen. Gemeinsam gäbe es gegenüber der Politik ein grösseres Gewicht und die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs steige. Die Plattform bietet neben der Mitarbeit in Entscheidungsgremien, Kommissionen und Arbeitsgruppen, auch das Mitwirken an der Positionsfindung der Bauwirtschaft und weitere Möglichkeiten, sektorspezifische Anliegen einzubringen.

Kulturwandel im Beschaffungswesen

Auch die Allianz für ein fortschrittliches öffentliches Beschaffungswesen (AföB) unterstützt die Kantone bei der Umsetzung der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB), beim sogenannten «Kulturwandel im Beschaffungsrecht ». Dieses Gesetz ermöglicht mehr Spielraum für die öffentlichen Bauherren und einen nachhaltigeren Einkauf im modernen Submissionswesen. «Damit die öffentlichen Bauherren plausible Angebote erhalten, empfehlen wir die Integration der Verlässlichkeit des Preises», mahnt Peter Moser. Zwar sei dies nur ein Punkt unter vielen Zuschlagskriterien, aus nachhaltiger und aus Sicht des Paradigmenwechsels jedoch ein essenzieller. Künftig solle das vorteilhafteste Angebot den Zuschlag erhalten, nicht das wirtschaftlich günstigste.

Energieeffizienz durch Gebäudeautomation

Was hat Gebäudeautomation (GA) mit CO2- Emissionen zu tun? Die GA ist ein Bestandteil des technischen Energiemanagements. Sie fasst die Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen in Gebäuden zusammen. Sie nimmt einen hohen Stellenwert ein und ist in Geschäftsliegenschaften bereits Standard. Eine Herausforderung ist die Mitberücksichtigung der Sicherheit und des Brandschutzes. Die Ökologie und das Soziale werden weitere zu integrierende Rollen spielen. Im Rahmen des Positionspapiers Klimawandel hat Swiss Engineering auch die Ingenieurleistungen im Baubereich aufgezeigt und bekannt gemacht, die ihren Anteil bei der Reduktion der CO2-Emissionen beitragen.

Das Engagement für die Bildung

Swiss Engineering hat sich für die Förderung der Bildung ausgesprochen, hier speziell erwähnt die MINT-Fächer, der Frauenanteil und die Stärkung des zweiten Bildungswegs. Die Bildungslandschaft ist gross und die Angebote vielfältig. «Eine Aufgabe des Berufsverbandes ist es, zu informieren und die Bildungslandschaft transparent aufzuzeigen, damit sich die Mitglieder optimal und effizient weiterbilden», betont Peter Moser. Im angebotenen Mentoring-Programm würden beispielsweise junge Ingenieure und Architekten konkret begleitet und gefördert. Sehr wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, um Herausforderungen gemeinsam anzupacken. «Die Mitarbeit in der Stammgruppe Planung von Bauenschweiz ist ein Beispiel. Auch das Mitwirken von Mitgliedern in weiteren Gremien hilft mit, sich politisch und gesellschaftlich einzubringen. Für den nachhaltigen Gebäudepark benötigen wir Fachleute und gut ausgebildete Ingenieure und Architekten. Dafür engagiert sich Swiss Engineering.»

Autor: Swiss Engineering
Bildquelle: Dalux Switzerland
Artikel aus der STZ: Ausgabe Mai 2022

Weitere Artikel aus der STZ
Die polytechnische Fachzeitschrift SWISS ENGINEERING STZ und das französischsprachige Pendant SWISS ENGINEERING RTS erscheinen zehn Mal jährlich. Das Magazin berichtet über Entwicklungen in der Branche, zeigt Trends auf und gibt Einblick in die Aktivitäten des Berufsverbands. Mitglieder erhalten die Fachzeitschrift samt Spezialausgaben Bau & Architektur, Automation, Energie, Maschinen und Bahntechnik in der Schweiz kostenlos nach Hause geliefert.
Hier finden Sie eine Auswahl an weiteren Artikeln