Vernehmlassungsantwort

Stellungnahme von Swiss Engineering und der Fachgruppe Mobility zur Vereinfachung der Einführung von Tempo-30-Zonen und Spezialregelungen für Carpooling.

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Swiss Engineering stärkt, fördert und vernetzt


Swiss Engineering STV ist der bedeutendste Berufsverband der Ingenieur:innen
und Architekt:innen der Schweiz, mit über 11‘000 Mitgliedern aller Fachrichtungen,
Branchen, Tätigkeitsbereichen und Führungsstufen. 

Swiss Engineering...

…stärkt das Profil und das Image der technischen Berufe und unterstützt junge
    und erfahrene Ingenieur:innen und Architekt:innen in ihrer Laufbahn.

…fördert die Bildung dank dem weitreichenden Netzwerk, mit starker Stimme in 
    Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

…vernetzt die Ingenieur:innen und Architekt:innen und bietet technische und
    praktische Informationen und Austauschplattformen.

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Swiss Engineering positioniert sich für den Ausbau der neuen Kommunikationstechnologie 5G

Medienmitteilung, 7. September 2022 - Swiss Engineering (STV), der bedeutendste Berufsverband für Ingenieur:innen und Architek-ten:innen, bedauert die Empfehlung der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) die 5G-Motion «Mobilfunknetz. Die Rahmenbedingungen für einen raschen Aufbau jetzt schaffen» der FDP-Fraktion zu sistieren. Für den Verband sind neue Technologien Quellen des Fortschritts, weshalb er sich bereits Anfang Jahr für den 5G-Ausbau mit adaptiven Mobilfunkantennen positioniert hat.

In seiner Sitzung vom 5. September 2022 sistiert die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) die 5G-Motion «Mobilfunknetz. Die Rah-menbedingungen für einen raschen Aufbau jetzt schaffen» der FDP-Fraktion, welche im Juli 2021 vom Nationalrat angenommen wurde. Swiss Engineering bedauert diesen Entscheid. Als Berufs-verband für Ingenieur:innen und Architekten:innen spricht sich Swiss Engineering für den 5G-Ausbau mit adaptiven Mobilfunkantennen aus. In Anbetracht der Tatsache, dass die Frequenzen für 5G derzeit diejenigen sind, die von 4G genutzt werden, dass die in der NIS-Verordnung vor-gesehenen Immissionsgrenzwerte nicht geändert wurden und dass keine Konzessionen für Mil-limeterwellen erteilt wurden, setzt sich Swiss Engineering für die Einführung von 5G in der Schweiz ein.

Neue technologische Vorteile mit 5G

Es gilt die Chancen und Vorteile der neuen Mobilfunktechnologie möglichst rasch im Sinne der Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft zu nutzen. 5G ermöglicht neben höheren Übertragungsra-ten und kürzeren Reaktionszeiten auch eine höhere Kapazität (Anzahl Geräte pro Antenne) und eine höhere Energieeffizienz pro übertragene Dateneinheit. Zudem verfügt die neue Technolo-gie über eine extrem hohe Geschwindigkeit und ist im Vergleich zu 4G zehnmal schneller. Weite-re Vorteile sind verbesserte Verbindungen mit dem Internet der Dinge (IoT) durch niedrige La-tenzzeiten, die Anpassung des Signals an die Bedürfnisse der Nutzer:innen, die Verringerung der Downloadzeit, Network Slicing, die Einführung neuer Videoformate, Augmented and Virtual Rea-lity oder die Einführung von autonomen Fahrzeugen, womit die Reaktionsfähigkeit und Sicher-heit gesteigert werden. Vor dem Hintergrund dieser vielen Möglichkeiten ist es für den Verband umso beunruhigender, dass in der Schweiz zurzeit über 3'000 Bauverfahren hängig sind und der 5G-Ausbau dadurch nur schleppend vorankommt.

5G ist sicher – auch in Bezug auf Gesundheit

5G ist auch mit Fokus auf den Gesundheitsschutz unproblematisch, da Erkenntnisse aus früheren Gesundheitsforschungen auch auf 5G anwendbar sind. Die vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingesetzte Arbeitsgruppe hat in ih-rem Fachbericht von 2019 den aktuellen Forschungsstand zu den Wirkungen von hochfrequenter Strahlung auf den Menschen zusammengefasst und geprüft, ob es im Hinblick auf das Vorsorge-prinzip Hinweise oder gesicherte Erkenntnisse für Effekte gibt. Sie hielt fest, dass bisher keine konsistenten Gesundheitsauswirkungen unterhalb der Immissionsgrenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) und mit den heute verwendeten Mobil-funkfrequenzen nachgewiesen worden sind.

Zudem bestätigt der jüngste Monitoringbericht des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zur nichtio-nisierenden Strahlung, dass die Strahlenbelastung der Bevölkerung deutlich unter den gesetzli-chen Grenzwerten liegt. Die Strahlenbelastung durch Funkanwendungen ist seit 2014 rückläufig, trotz massiv steigender Datenübermittlung. Zu dieser Entwicklung trägt 5G bei.

5G wird einem stabilen Mobilfunk gerecht und gewährleistet Schutz vor Strahlung

Das BAFU veröffentlichte Anfangs 2021 die Vollzugshilfe für adaptive Antennen und hielt dabei fest, dass der Ausbau des 5G-Netzes mit adaptiven Antennen unter Einhaltung der heutigen Grenzwerte für Mobilfunkanlagen umgesetzt werden soll. Die Vollzugshilfe berücksichtigt so-wohl das Interesse der Bevölkerung gegenüber Schutz vor Strahlung als auch gegenüber einem gut ausgebauten Mobilfunknetz.

Swiss Engineering hat sich intensiv mit den technologischen, wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Aspekten von 5G auseinandergesetzt. Unter Betrachtung aller Dimensionen und in Anbetracht gleichbleibender Frequenznutzung und Einhaltung der bestehenden Immissions-grenzwerte, spricht sich Swiss Engineering für den 5G-Ausbau mit adaptiven Antennen aus.

 

Erfahren Sie mehr | Zum Positionspapier 5G

 

 

Kontakt: Uschi Roth, Leiterin Kommunikation, Mediensprecherin, comm@myswissengineering.ch
Bildquelle: shutterstock