Swiss Engineering: vertritt die Interessen der Ingenieur/-innen und Architekt/-innen

Als grösster Fachverband der Schweiz setzen wir uns für Sie ein und engagieren uns in Projekten, Netzwerken und politischen Prozessen. Wir geben Ihnen eine Stimme und machen uns stark für Ihre Anliegen, sei es mit politischen Stellungnahmen oder durch die Vertretung in Gremien.

Haben Sie ein Netzwerk, das Sie trägt?

Als Mitglied von Swiss Engineering sind Sie Teil eines Netzwerks von rund 13 000 Ingenieuren sowie Architekten.

Wollen Sie sich mit Spezialisten aus Ihrem Fachgebiet austauschen?

In den meist überregional oder national ausgerichteten 27 Fachgruppen schliessen sich Ingenieure und Architekten aus demselben Berufsfeld zusammen.

Wollen Sie sich aktiv engagieren?

Als Mitglied in Kommissionen oder im Vorstand können Sie aktiv im Verband mitwirken und die Zukunft von Swiss Engineering mitgestalten.

Tage der Technik 2020

Save the Date:
Mittwoch, 23. September 2020

Zum Programm | Zur Anmeldung

Positionspapier Klimawandel

Zeit zu handeln, mit Ingenieursinnovationen
 

Zur Medienmitteilung | Zum Positionspapier | Zu den Innovationslösungen

COVID-19 Informationen

Hier finden Sie wichtige Infos und Links zu aktuellen Massnahmen betreffend COVID-19:

Allgemeine Infos | Infos für Mitglieder

Interessiert ? Mitglied werden

angle-left Mit Tandems den Horizont erweitern: Mentorin, Mentor und Mentee gesucht
zurück zur Übersicht

Mit Tandems den Horizont erweitern: Mentorin, Mentor und Mentee gesucht

STZ, Dezember 2019 - Swiss Engineering führt neu ein Mentoring-Programm durch. Vorerst mit zehn, höchstens zwanzig Tandems von je einer oder einem Mentor und Mentee, welche sich ab März 2020 über acht Monate treffen werden. Mirjam Sick, Präsidentin der Sektion Zürich, hat das Mentoring Programm für Swiss Engineering entwickelt und begleitet die Einführung.

Der Pilot des Mentoring-Programms sieht zwei Zyklen in vorerst deutscher Sprache vor. Start der Auftaktveranstaltung ist März 2020, worauf die individuellen Gespräche der Tandems beginnen. «Der Zeitaufwand ist absolut überschaubar. Wir schlagen ein Gespräch pro Monat vor, hinzu kommen zwei bis drei Veranstaltungen im Rahmenprogramm. Mentoren haben einen persönlichen Gewinn, denn es ist schön, jemanden zu unterstützen.», antwortet Mirjam Sick auf die Frage über das zeitliche Engagement der Teilnehmenden. Persönlich hat Mirjam Sick sehr gute Erfahrungen mit verschiedenen Mentoringprogrammen gemacht, zuletzt mit dem Cross Mentoring Programm der Deutschen Handelskammer in Österreich. «Der direkte Austausch zwischen Mentor und Mentee wird von beiden Seiten als äusserst bereichernd empfunden. Mentees finden in den Gesprächen direkt ihre Antworten und Lösungen, und Mentoren werden durch neue Sichtweisen und Fragestellungen bereichert.», so Mirjam Sick über ihre Erfahrungen als Mentorin. Auch die Netzwerkpflege sollte für alle Beteiligten nicht nur nützlich, sondern auch erfreulich sein.

Von der Antike zum Trend

Mentoring wurzelt in der griechischen Mythologie, als Odysseus seine Heimat verliess und seinen Sohn Telemachos in die Obhut seines Freundes Mentor übergab. Von da an war Mentor für Telemachos ein väterlicher Freund und Ratgeber. Sokrates und Platon, Sigmund Freud und C.G. Jung, Warren Buffet und Bill Gates, Tina Turner und Mick Jagger, Steve Jobs und Mark Zuckerberg: sie alle tauschten sich – oder tauschen sich noch – aus wie Mentoring-Tandems. Heute gilt Mentoring als ein wirkungsvolles Instrument in der beruflichen Weiterentwicklung. Dabei werden meist eine erfahrene «ältere» Person als Mentorin oder Mentor und eine unerfahrene, meist jüngere Person als Mentee zusammen als Tandem gebildet.

Anliegen der Mentees definieren die Gesprächsinhalte

In die Rolle einer Mentorin oder eines Mentors zu schlüpfen ist nicht allzu schwer. Berufs- und Führungserfahrung sind wichtig, Freude am Gespräch mit Menschen und damit verbunden offen zu sein und zuhören zu können die wesentlichsten Voraussetzungen. Mentees sind idealerweise entschlossen, das Mentoringprogramm für die Weiterentwicklung ihrer beruflichen Karriere zu nutzen. Die Fragestellungen werden normalerweise von den Mentees gestellt, mit welcher das Mentoring Gespräch typischerweise beginnt. Es sind meist Themen, wofür Handlungsoptionen gesucht sind. In gewisser Weise wird das Mentoring von den Mentees geführt. Sie sind es auch, die sich um die Gesprächstermine kümmern. Die Mentees dürfen vom Programm erwarten, dass sie Fragen ihrer beruflichen Positionierung und Karriere kompetenter anpacken können und Konfliktsituationen in einer entspannten Atmosphäre besprechen können. Hierfür helfen gezielte Weiterbildungen in beispielsweise den Themen zu Führung, Teambildung oder Zeitmanagement, durch die Fachgruppe Karriere und Kommunikation und die Unterstützung in den Themen Karriereplanung, Persönlichkeitsentwicklung und Bewerbungsprozess durch unseren Partner oprandi & partner ag. Wo immer möglich, möchte das Projektteam auch Besuche in den Unternehmen der Mentorinnen und Mentoren durchführen. Für einen bereichernden Austausch.

Wie sich das Programm finanziert

Das Mentoring-Programm ist dank der Unterstützung von Swiss Engineering, der Stiftung SwissEngineering STV und der Sektion Zürich kostenlos, die zusätzlichen Seminare für die Mitglieder der Fachgruppe Karriere und Kommunikation (FG KuK) ebenfalls. Für Nichtmitglieder kostet eine Seminarteilnahme bei der FG KuK zwischen 50 und 80 Franken. Das Projektteam empfiehlt den Mentees, die Kosten für diese Seminare bei ihren Arbeitgebern als Weiterbildungsmassnahme zu beantragen. Ein absolviertes Mentoringprogramm bei Swiss Engineering wird mit einem Zertifikat bescheinigt, in dem auch die besuchten Seminare mit aufgeführt sind.

 

«Die Förderung von Wissenstransfer und die Stärkung des Netzwerks sind Swiss Engineerings wichtigste, angestrebte und zu unterstützende Pfeiler», so Alexander Jäger, Generalsekretär von Swiss Engineering. «Mit Mirjam Sick, Präsidentin der Sektion Zürich, hat der Verband nicht nur eine innovative Ingenieurin und Managerin, auch eine initiative Persönlichkeit und erfahrene Mentorin für die Projektleitung des Mentoring-Programms gewonnen.»

 

Mirjam Sick, Präsidentin der Sektion Zürich, Swiss Engineering.

Mirjam Sick ist promovierte Maschinenbauingenieurin und seit über 20 Jahren in verschiedenen Positionen in der industriellen Forschung und Entwicklung tätig, zuletzt als Leiterin des globalen F&E Programms und Innovationsmanagement bei der ANDRITZ HYDRO, einem weltweit führenden Ausrüster für Wasserkraftwerke. Ihr besonderes Interesse gilt den Themen Energie, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Sie ist seit 2018 Präsidentin der Sektion Zürich. «Ein Mentoringtandem ist eine äusserst individuelle Sache, und das Mentoring wird niemals langweilig. Meine besten Momente waren die, wenn ein Mentee aufgrund unserer Gespräche für eine vorher schier unlösbare Situation in grösster Einfachheit eine gute Lösung finden und umsetzen konnte. Und dann sind natürlich auch die geselligen Begegnungen mit den anderen Mentoren sehr schön. Ich habe das Programm gemeinsam mit Jacques Müller vom Stiftungsrat und unserer Kommunikationschefin Uschi Roth vorbereitet. In diesem Team werden wir den ersten Zyklus durchführen. Dabei konnte ich inhaltlich einiges von meinen bisherigen Erfahrungen als Mentorin einbringen. Ich freue mich auf den Start und die Begleitung dieses Programms.»

 

 

Autorin: Uschi Roth
Bildquelle: Canstock / Privat
Artikel aus der STZ: Ausgabe Dez. 2019

Spannende Angebote!