Swiss Engineering: vertritt die Interessen der Ingenieur/-innen und Architekt/-innen

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«Die eierlegende Wollmilchsau ist Vergangenheit»

STZ, Mai 2020 - Was bringt die Digitalisierung für den Berufsstand der Ingenieure? Mit dieser Frage befasst sich die Swiss Engineering STZ im Rahmen einer Interviewserie mit Vertretern unterschiedlicher Fachgruppen von Swiss Engineering in den kommenden Ausgaben. Den Auftakt macht Dino Causevic, Präsident der Fachgruppe «Young Swiss Engineers».


Herr Causevic, welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten digitalen Trends, die den Ingenieurberuf beeinflussen?

Die Berufswelt der Ingenieurinnen und Ingenieure wird zurzeit durch Trends wie Exten-ded Reality, Digital Twin, Edge Computing, digitale Medizin, autonomes Fahren, Big Data und künstliche Intelligenz geprägt.


Und was bedeuten diese Trends konkret für das Berufsbild der Ingenieure?

Das bedeutet, dass die Informationstechnologie im Alltag aller Ingenieurinnen und Ingenieure eine immer grössere Rolle spielt. Die IT hält Einzug in sämtliche Ingenieurdisziplinen, und IT-Wissen wird für Ingenieure immer wichtiger. Die schnellen Fortschritte im Bereich der IT sind einerseits eine Herausforderung für Ingenieure: Sie müssen sich stetig weiterbilden und weiterentwickeln, sonst verlieren sie den Anschluss. Andererseits bringt die Digitalisierung neue Chancen: Wer die Herausforderung annimmt, kann sich in einem «neuen» Gebiet spezialisieren und zum gefragten Experten werden.

 

Stichwort Spezialisierung: Müssen Ingenieure sich stärker auf bestimmte Teilgebiete konzentrieren, als das früher der Fall war?
Die Berufswelt von Ingenieurinnen und Inge-nieuren wird komplexer. Der Ingenieur im Sinne Da Vincis – die «eierlegende Wollmilchsau» – gehört der Vergangenheit an. Heute gilt es, sich in einem bestimmten Feld zu positionieren, mit einem Mix relevanter Fähigkeiten aus verschiedenen Fachbereichen. So kann beispielsweise ein Maschinenbauingenieur mit Kenntnissen in der künstlichen Intelligenz oder in der Medizintechnik punkten. Ein Architekt oder Bauingenieur kann sich mit Wissen über digitale Zwillinge und Building Information Management profilieren. Anderseits wird die grundlegende Fähigkeit, Probleme analytisch und methodisch zu lösen, auch in Zukunft gefragt sein. Die Digitalisierung fordert die Fähigkeit, Informationsflüsse und das Zusammenspiel zwischen hochkomplexen Systemen zu überblicken und im Grossen und Ganzen zu verstehen. Dieses «Über den Tellerrand hinausblicken» ist nötig für das Verständnis disziplinübergreifender Zukunftstechnologien.
Und es gibt einen weiteren wichtigen Punkt: Die Digitalisierung hat nicht nur technische Aspekte. Sie führt auch zu einer neuen Art von Kooperationen und Interaktionen: Es entstehen neue digitale Ökosysteme und neue digitale Geschäftsmodelle. Das müssen wir Ingenieure verstehen, um unsere Rolle in einem Unternehmen besser einzuordnen und effizienter mit anderen Unternehmensbereichen zu interagieren.

 

Was können Ingenieurinnen und Ingenieure tun, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten?
Ganz klar, sie müssen sich kontinuierlich weiterbilden. Aber: Wer fit für die Digitalisierung werden will, sollte sich nicht zu viel aufs Mal vornehmen. Die Vielzahl der Technologien und die Tiefe der Wissensgebiete können den Einzelnen schnell überfordern. Ich denke, dass es vielversprechender ist, wenn man sich ein Thema im eigenen Fachgebiet herauspickt und sich in dieses vertieft. Wer einen Überblick zur Digitalisierung als Ganzes erhalten möchte, könnte an einem Weiterbildungsangebot, beispielsweise einem CAS in Digitalisierung, interessiert sein. Für das Erlernen von spezifischen Kenntnissen sind Plattformen wie Coursera oder Udemy hilfreich: Sie bieten Online-Kurse von Institu-ten aus der ganzen Welt an, oft mit Zertifizierung. Auch die Unterneh-men sind eine Quelle für Trainings und Kurse: Wer an Cloud, Block-chain oder Quantum Computing interessiert ist, kann sich zum Beispiel bei IBM umschauen. Siemens oder Bosch bieten Kurse zu IoT-Plattformen an. Matlab bietet Online-Inhalte für Machine Learning und Bildverarbeitung.


Wie setzt die Fachgruppe «Young Swiss Engineers» mit der Digitalisierung auseinander?
Wir bieten jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren eine Plattform, um sich untereinander zu vernetzen und wertvolle Kontakte in die Industrie zu knüpfen. Wir führen regelmässig eigene Veranstaltungen durch in Kooperation mit anderen Fachgruppen, Sektionen oder Unternehmen. Die Fachgruppe hat begonnen, das Thema Digitalisierung in den Fokus dieser Aktivitäten zu rücken. Und das werden wir in Zukunft verstärken. Fachvorträge und Partnerschaften mit Universitäten, welche sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen, sind bei fast jeder Sitzung ein Thema.

 

Interview: Hendrik Thielemann
Bildquelle: SYE
Artikel aus der STZ: Ausgabe Mai 2020

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