Klimawandel bekämpfen durch Innovationen

Jahresbericht 2021 - Zum Thema Klimawandel erschien pünktlich zur Abstimmung über das CO2-Gesetz der Artikel «Die Reduktion der CO2-Emissionen – eine Chance für uns Ingenieure» in «Swiss Engineering STZ». Darin konnte belegt werden, dass die CO2- Emissionen in der Schweiz rückläufig sind. Insbesondere bei den Brennstoffen macht sich der breite Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen bereits stark bemerkbar. Bei den Treibstoffen für die Mobilität ist der Rückgang der CO2-Emissionen erst in der Anlaufphase. Es ist zu erwarten, dass durch die immer stärkere Verbreitung von Elektrofahrzeugen  die Emissionen auch im Bereich der Treibstoffe merkbar abnehmen werden. Sowohl die Entwicklung von Wärmepumpen als auch die Elektromobilität: Beides wäre ohne Ingenieur:innen undenkbar.

Roland Büchi, Zentralvorstandsmitglied Swiss Engineering

Zürich, April 2022

 

Mobility-Pricing-Pilotprojekte befürwortet

Jahresbericht 2021 - Swiss Engineering hat eine Stellungnahme zum Bundesgesetz über Pilotprojekte zu Mobility Pricing eingereicht.

Mobility-PricingAm 17. Mai 2021 hat Swiss Engineering die durch die Fachgruppe Mobility erarbeitete Stellungnahme zum Bundesgesetz über Pilotprojekte zu Mobility Pricing eingereicht. Swiss Engineering erachtet Mobility Pricing als ein wichtiges und geeignetes Instrument, um die Infrastruktur gleichmässiger auszulasten, mehr Kostenwahrheit im Individualverkehr zu erreichen und den Umstieg auf den öV zu fördern. Um eine bessere Vergleichbarkeit der einzelnen Pilotprojekte zu gewährleisten, hat Swiss Engineering vorgeschlagen, dass alle Machbarkeitsstudien, ob positiv oder negativ, veröffentlicht werden sollen.

Uschi Roth, Kommunikation Swiss Engineering

Zürich, April 2022

 

 

Berufsbildungsfonds für die Raum- und Bauplanung

Jahresbericht 2021 -  Als Trägerverband engagiert sich Swiss Engineering bei Plavenir und fördert damit den Nachwuchs in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Der Verband unterstützt dabei die Einführung eines Berufsbildungsfonds für die Raum- und Bauplanung.

Seit 2017 ist Plavenir auf nationaler Ebene für die Berufsentwicklung und Qualitätssicherung des Berufs Zeichner:in EFZ im Berufsfeld Raum- und Bauplanung verantwortlich. Als Trägerverband ist Swiss Engineering seit 2021 im Vorstand vertreten. Aktuell befasst sich Plavenir mit derTotalrevision der Bildungserlasse. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Etablierung eines Berufsbildungsfonds (BBF), der das Ziel verfolgt, dass alle Unternehmen der Branche Beiträge zur Finanzierung der Berufsbildung leisten. Bildungslasten werden damit besser verteilt und Nicht-Ausbildungsbetriebe, die ebenfalls von gut ausgebildeten Fachleuten profitieren, leisten auch einen finanziellen Beitrag an die berufliche Bildung. Ziel des BBF ist es, die Leistungen der Verbände im Bereich der Berufsbildung sicherzustellen und diese möglichst adäquat auf alle zu verteilen, die davon profitieren. Ausbildungsbetriebe sollen dabei entlastet werden. Die geplante Einführung des BBF per 1. Januar 2023 wird durch Swiss Engineering unterstützt.

Peter Moser, Zentralvorstandsmitglied

 

Zürich, April 2022

 

 

Für den Ausbau von 5G

Jahresbericht 2021 - Nach einer gründlichen Analyse der technologischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen, die der 5G-Ausbau mit sich bringt, positioniert sich Swiss Engineering im Laufe des Jahres 2021 für den Ausbau von 5G in der Schweiz.

 

Swiss Engineering spricht sich für den Ausbau von 5G aus. Zum einen sorgen neue Technologien für Fortschritt und ermöglichen es den Unternehmen, innovativ zu bleiben. Die neueste Mobilfunkgeneration bietet zudem auch der Schweizer Gesellschaft viele Chancen. Zum anderen ist der Gesundheitsschutz eine absolute Priorität und wird bei 5G unter Berücksichtigung ähnlicher Strahlungsniveaus wie bei 4G gewährleistet.

Die Verantwortung für die Auswirkungen der neuen Technologien liegt bei den Unternehmen, den Staaten, aber auch bei den Ingenieur:innen, die sie anwenden. Deshalb sind die folgenden Grundsätze für Swiss Engineering besonders wichtig:

  • es gilt, den Schutz der Bevölkerung vor Strahlung sowie die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer an einem gut ausgebauten Mobilfunknetz zu vereinen.
  • die in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vorgesehenen Immissionsgrenzwerte bzw. geltenden Grenzwerte für Mobilfunkanlagen sollten nicht geändert werden.
  • die Frequenzspektren für 5G entsprechen denjenigen, die bereits für 4G oder WLAN genutzt werden. Es wurden keine Konzessionen für Millimeterwellen in höheren Frequenzbereichen erteilt – hier gilt es, weitere Studien zu den Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt abzuwarten.
  • die Einführung von 5G wird zu einem Anstieg der Datenmenge führen, die von künstlicher Intelligenz verarbeitet, gespeichert und bearbeitet wird. Das CyberRisiko wird zunehmen. Um dieses Risiko zu mindern, müssen die IT-Sicherheitsteams verstärkt, die Zugangskontrollen verschärft und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Datenaustauschs gewährleistet werden.

Jacques Genoud, 2. Vizepräsident im Zentralvorstand

Zürich, April 2022

 

 

Digitalisierung und Lifelong Learning

Jahresbericht 2021 - Seit über 24 Monaten zwingt uns die COVID-19-Pandemie dazu, uns beinahe täglich mit Veränderungen auseinanderzusetzen. Unsere Gewohnheiten wurden völlig durcheinandergebracht. Dank digitalen Hilfsmitteln gelang es aber vielen von uns, ihre Aufgaben aus der Ferne zu erledigen.

Im Dienstleistungsbereich war es bereits vor der COVID-19-Pandemie üblich, aus der Ferne zu arbeiten. Dieser Trend hat sich verstärkt, so dass heute viele Arbeitgebende und Arbeitnehmende langfristig an einer solchen Praxis festhalten werden.

Die Entscheidungen der Behörden in dieser aussergewöhnlichen Zeit haben auch im Bildungsbereich zu neuen Methoden geführt – das «Fernlernen» kam auf. Sowohl bei den Bildungseinrichtungen als auch bei den Studierenden ist das Fernlernen inzwischen zu einer akzeptierten Realität geworden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen ermöglichen es, die Art und Weise des Lernens und Studierens aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Der grosse Vorteil ist die zeitliche und räumliche Flexibilität. Dies eröffnet interessante Perspektiven für das lebenslange Lernen. Auch Swiss Engineering möchte sich in diesem Bereich für die Ausbildung und Weiterbildung von Ingenieur:innen positionieren und legt 2022 einen besonderen Fokus auf das Thema digitales Lernen.

Jacques Genoud, 2. Vizepräsident Zentralvorstand

Zürich, April 2022