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Let's MINT together

STZ, Juni 2022 - Fachkräftemangel: ein in der Schweiz schon seit längerem viel diskutiertes Thema. In den Schulen gibt es eine Vielfalt an MINT-Fördermassnahmen, Institute und Unternehmen bieten etliche Aktivitäten an. Offensichtlich ist das nicht genügend, um das Interesse und die natürliche Neugier auf naturwissenschaftliche Sachverhalte zu wecken.

Fasziniert haben mich die strahlend, grossen und staunenden Augen der 6-13-jährigen Kinder und Jugendlichen an der TunOstschweiz Ende April 2022. Die Freude an den Experimenten war dermassen spürbar, dass ich mir die Frage gestellt habe, wann wir diese staunenden und neugierigen Kinder verlieren. Wieso haben wir so wenig Kinder und Jugendliche, die sich für die MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Fächer interessieren? Machen wir genug, die Lust und Neugier am Forschen und Entdecken bei den Jugendlichen zu fördern? Oder ist es eine Frage, ob wir das Richtige tun. Tatsache ist, dass es an Angeboten zur Förderung von MINT-Fächern nicht fehlt. Es gibt unzählige Veranstaltungen von Firmen, Institutionen, Vereinen und Hochschulen im Bereich dieser Themen. I

Ich erinnere mich an eine Situation meines Sohnes in der Schule: Seine MINT-Lehrer:innen haben eine Projektwoche «Naturwissenschaft erleben» organisiert. Die Idee war sehr gut. MINT sollte den Schüler:innen wirklichkeitsnah, in der Natur übermittelt werden. Dabei ging es beispielsweise um die Wasserqualität (Chemie) und die Geschwindigkeit vom Wasser (Physik). Geplant und durchgeführt: Am ersten Tag sollten die Schüler:innen theoretisch über ihre nachfolgenden Aufgaben an einem Bach im Wald eingeführt werden. Dieser Vortrag dauerte drei Stunden. Schön und gut, nur hat es an diesem Vormittag Bindfäden geregnet. Sicher nicht erwähnen muss ich, wie platschnass sie wurden, frierend und «voll» gelangweilt waren, jedoch brav durchgehalten haben. Die Reaktion meines Sohnes auf mein neugieriges Nachfragen nach seiner Rückkehr war entsprechend ernüchternd: «Nicht lustig [..], ein YouTube Video hätte mir besser erklären können, was ich tun soll, als diesen dreistündigen Vortrag im Regen. Wir hatten aber keine Wahl». Damit verbunden und bei den Schüler:innen hängen geblieben ist: MINT-Projekte sind kompliziert, mühsam und unflexibel.

Tun wir also das Richtige auf die richtige Weise? Ist unser Schulsystem darauf eingestellt, MINT zu fördern? Ich hätte mir einen stärkeren Einbezug der Schüler:innen gewünscht. Unsere Kinder sind nämlich sehr kreativ und freuen sich über jede Mitgestaltungsmöglichkeit. Wir denken linear, unsere Kinder denken vernetzt und sie sind nutzen- und wertorientiert. Sie schätzen die Flexibilität und die eigene Verantwortung und möchten selbst bestimmen, wie sie die Themen in ihren Alltag integrieren.

Mit der Zeit gehen

Es wird Zeit, mit der Zeit zu gehen und die MINT-Angebote stufen- und zielgruppengerecht zu gestalten. «Bessere Qualität in der Ausbildung und motivierteres Lehrpersonal, das auch am Puls der Zeit ist», lautete auch ein Fazit aus der Veranstaltung «transfair talk 2022 - so lösen wir den ICT-Fachkräftemangel», am 05 April dieses Jahres.

Wenn wir über MINT-Fächer reden, ist die Betrachtung des gesamten Systems unabdingbar. Die Förderung muss mit allen Akteur:inen - die Schüler:innen, Lehrer:innen, Eltern, Unternehmungen und die Bildungsinstitutionen - stattfinden. Der Schlüssel zur gewünschten Wirkung ist es, nicht nur zu versuchen MINT mit fachlichen, sachlichen Argumenten und aufwendigen technischen Experimenten nahe zu bringen, sondern eine bessere Verknüpfung mit der Arbeitswelt zu erreichen, das Image der technischen Berufe «aufzupolieren» und die Sinnhaftigkeit und den sozialen Beitrag dieser Berufe in den Vordergrund zu stellen. Und das geht nur über eine Änderung der Mentalität gegenüber den technischen Berufen.

Autor: Lamia Kacem, 1. Vizepräsidentin Swiss Engineering STV
Bildquelle: Leistungsfotografie.ch
Artikel aus der STZ: Ausgabe Juni 2022

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