Swiss Engineering : Porte-parole des ingénieurs et des architectes

Association professionnelle la plus importante de la Suisse, nous nous engageons pour vous dans des projets, des réseaux et des processus politiques. Nous vous donnons une voix et défendons vos intérêts, par le biais de prises de position politiques ou des représentations dans les commissions.

Avez-vous un réseau qui vous porte ?

En tant que membre de Swiss Engineering, vous faites partie d’un réseau actif de quelque 13 000 ingénieurs et architectes.

Souhaitez-vous échanger avec des professionnels de votre branche ?

Généralement organisés de manière interrégionale ou nationale, les 27 groupements professionnels de Swiss Engineering réunissent des architectes et des ingénieurs d’une même discipline.

S’engager activement ?

En tant que membre de commissions ou du comité, vous pouvez participer activement à l’association et façonner l’avenir de Swiss Engineering.

Der 4. März jeden Jahres: «World Engineering Day for Sustainable Development»

Am 4. März jeden Jahres, feiern die Ingenieure weltweit den Engineer's Day. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsziele der UN und die herausragenden, unverzichtbaren Leistungen der Ingenieurinnen und Ingenieure für eine nachhaltige Welt global bekannt machen und in Erinnerung rufen.

Swiss Engineering STV unterstützt die Aktivitäten an diesem Tag. Die Fachgruppe Young Swiss Engineering's hat dazu einen Videobeitrag geleistet.

Schauen Sie rein: Young Swiss Engineers Videobotschaft

 

 

Votre offre d'emploi chez Swiss Engineering

Notre nouvelle plate-forme de l'emploi rassemble ce qui appartient à l'ensemble.

Vers la plate-forme de l'emploi | Publier une offre d'emploi

Vom Notruf zur Maskenmaschine

In Rekordzeit hat die Prodema Engineering AG Spezialmaschinen zur Herstellung von FFP Masken entwickelt und in Betrieb genommen.

Erfahren Sie mehr

 

Informations COVID-19

Vous trouverez ici des informations et des liens vers les mesures actuelles relatives au COVID-19:

Toutes les infos | Infos pour les membres

 

Sortir plus forte de la crise ?

 

La crise de Corona offre également des opportunités - avec les bonnes mesures, nous sortirons plus forts de la crise.

Plus d'information

Cybathlon im Lockdown-Modus

51 Teams aus 20 Ländern traten bei der Cybathlon 2020 Global Edition gegeneinander an. Mit am Start waren zehn Teams aus der Schweiz.

Erfahren Sie mehr

 

Changement climatique

Il est temps d'agir, les ingénieurs sont prêts

Communiqé de presse | Sur la prise de position | Solutions d'innovation

Etude des salaires 2020

Combien gagnent les ingénieurs et les architectes, quels sont les modèles de temps de travail qui prédominent ?

Plus d'informations

115 ans de Swiss Engineering UTS

 

Il y a 115 ans, l'Union technique suisse (UTS) était fondée et a été enregistrée en 2004 sous le nom de Swiss Engineering UTS

Vers la communiqué de presse | Vers la chronique

Magnetschwebebahn reloaded

«Lösungen, die technisch überzeugen und gestalterisch faszinieren.» - Wie die Ingenieus AG in nur drei Jahren mit 12 Mitarbeitern grosse Teile eines Magnetzugs entwickelt hat.

Lesen Sie mehr

 

Intéressé-e ? Devenir membre

angle-left Wie Russ auf die Welt kommt
zurück zur Übersicht

Wie Russ auf die Welt kommt

STZ, Dezember 2020 - Für Kaminfeger ist Russ eine Ablagerung, die zur Vermeidung von Kaminbränden weggebürstet werden muss. Für Ärzte ist Russ feiner Staub, der die Lungen schädigt. Wieder anders für Chemiker: Für sie ist Russ eine Ansammlung von kohlestoffhaltigen Molekülen. Die Partikel sind das Ergebnis einer Verbrennung. In einem vom BFE unterstützten Forschungsprojekt haben Chemiker am Paul-Scherrer-Institut die ersten Stufen dieses Prozesses untersucht. Die Ergebnisse der Grundlagenfoschung könnten zu saubereren Verbrennungsmotoren führen und bei der Herstellung von Biotreibstoffen helfen.

Es mag sich überraschend anhören, doch Russ ist ein Lebenselixier der Menschheit. In den frühen Hochkulturen der Ägypter und Chinesen wurde das schwarze Kohlenstoffpulver aus der Verbrennung von Harzen und Pflanzenölen gewonnen und zu kostbaren Tinten und Tuschen verarbeitet, die der Schrift und der Kunst den Weg bahnten. Über Jahrhunderte blieb die Herstellung von erstklassigem Russ eine in vielen Spielarten erprobte Kulturtechnik. Im 19. Jahrhundert wurde Russ zu einem begehrten Grundstoff der industriellen Produktion: Aus Erdgas gewonnener Industrieruss dient beispielsweise als verstärkender Füllstoff für die Reifenproduktion.

Heute nimmt die breite Öffentlichkeit vor allem die problematische Seite von Russ wahr. Das Nebenprodukt aus unvollständigen Verbrennungsprozessen gilt als schmutzig und gesundheitsschädigend. Die Weltgesundheitsorganisation hat 2012 die feinen Russpartikel von Dieselmotoren als krebserregend eingestuft. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Durch optimierte Verbrennungstechnik und Partikelfilter lassen sich die Feinstaubemissionen stark vermindern. Die Filter entfernen über 99 Prozent der Russteilchen aus den Abgasen.

 

Mehrere Hundert Reaktionsschritte bis zum Russteilchen

«Wollen wir Russemissionen in Zukunft weiter reduzieren, müssen wir verstehen, wie Russ entsteht», sagt Dr. Patrick Hemberger, Chemiker am Paul-Scherrer-Institut PSI in Villigen (AG). Die Bildung von Russ während der Verbrennung ist ein komplexer Vorgang, den die Wissenschaft noch nicht in allen Einzelheiten versteht. Das hängt auch mit den sehr kurzen Zeiträumen zusammen, in denen Russ entsteht. Der Blick auf einen Dieselmotor mag das veranschaulichen: Läuft dieser mit 3600 Umdrehungen pro Minute, zündet das Treibstoffgemisch im Zylinder 30 Mal pro Sekunde. Der Verbrennungszyklus nimmt rund ein Viertel dieser Zeit in Anspruch, also rund acht Millisekunden. Ein sehr kurzer Zeitraum – für den Russforscher aber noch immer sehr lange. Der chemische Prozess der Russbildung dauert nämlich einen Bruchteil dieser Zeit, nur wenige Mikrosekunden. Auf diesen Zeitraum fokussieren Forscherinnen und Forscher am PSI, wenn sie die Bildung von Russ untersuchen. Heute weiss man: Der chemische Prozess der Russbildung läuft in mehreren Hundert Reaktionsschritten ab. «Wir konzentrieren uns in unserer Forschung auf die ersten ein, zwei dieser mehreren Hundert Reaktionsschritte auf dem langen Weg zum Russpartikel», sagt Hemberger. Ganz am Anfang steht ein einfaches Molekül, wie es beispielsweise aus Dieseltreibstoff durch Abspaltung eines Wasserstoffatoms entsteht. Dieses Molekül oxidiert entweder mit Sauerstoff – oder es sucht sich andere Reaktionspartner und wird dann zu Russ. Im zweiten Fall bindet das Russ-Vorgängermolekül in mehreren Hundert Schritten immer neue Kohlen- und Wasserstoffatome beziehungsweise Kohlenwasserstoffmoleküle an sich. So entsteht ein Gebilde aus mehreren Tausend Atomen, das wir als Russpartikel kennen. Die wichtigsten zwei Vorgängermoleküle sind die Kohlenwasserstoffe Benzol (C6H6) und Naphthalin (C10H8).

 

Russbildung von Einzelmolekülen und in Gasproben

In einem vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützten Forschungsprojekt ist es den PSI-Forschern gelungen, die Eigenschaften verschiedener Russ-Vorläufermoleküle zu beschreiben und die Dauer einzelner Reaktionsschritte zu bestimmen. Diese Untersuchungen wurden an der Synchroton-Lichtquelle Schweiz des PSI durchgeführt, einer kreisrunden Grossforschungsanlage, deren Beschleunigertunnel einen Umfang von 288 Metern hat. Mit dem hier erzeugten Licht sind Einblicke in Gewebe und Materialien bis auf die Ebene einzelner Atome möglich. Deshalb wird die Anlage auch als sehr leistungsfähiges «Mikroskop» beschrieben, das unter anderem Versuche mit vakuumultraviolettem Licht erlaubt. Die Wissenschafter interessierte nicht nur die Russbildung aus einzelnen Vorläufermolekülen, sondern auch das Zusammenspiel vieler Moleküle, wie es bei der Russbildung in einer Flamme zu beobachten ist. Ein Ergebnis dieser Forschung, das hier beispielhaft genannt werden soll, bezieht sich auf die Allylradikale (C3H5). Diese Kohlenwasserstoffe sind ein Zwischenprodukt des Russbildungsprozesses. In einer internationalen Kollaboration konnten die Forscherinnen und Forscher zeigen, dass der Oxidationsprozess dieser Moleküle unter bestimmten Bedingungen weniger als eine Millisekunde dauert. Kennen Chemiker die Reaktionsgeschwindigkeit (Ratenkonstante) eines Moleküls, können sie daraus ableiten, wie sich dieses im Verlauf des Russbildungsprozesses voraussichtlich weiterentwickelt.

Mikroskop für sehr kurzlebige Moleküle
Blick in die Synchroton Lichtquelle Schweiz: Unter den Betonplatten befindet sich der ringförmige Tunnel mit dem BeschleunigerringDie Russbildung bei einem Verbrennungsprozess geschieht in wenigen Sekundenbruchteilen. Mit klassischen Spektroskopiemethoden kann man die Zusammensetzung von Gasproben bestimmen. Das gelingt jedoch nur, wenn die Stoffe stabil sind und eine Lebensdauer von mehr als ein paar Minuten haben, womit Zwischenprodukte nur indirekt nachweisbar sind. Moderne Forschungsgeräte machen es möglich, solche Entstehungsprozesse auch direkt zu beobachten. Am PSI wird dafür eine spezielle Messmethode eingesetzt: die Photoelektronen-Photoionen-Koinzidenzspektroskopie (PEPICO). PEPICO erlaubt die detaillierte Identifizierung von kurzlebigen Gasproben, die nur während Mikrosekunden bestehen, bevor sie zu anderen Stoffen reagieren.

Die PSI-Forscher führen ihre Experimente an der "Synchroton Lichtquelle Schweiz" (SLS) durch; im ringförmigen Tunnel der SLS werden Elektronen beschleunigt, die dann eine spezielle Art Licht abstrahlen. Diese sogenannte Synchrotronstrahlung wird an 20 Experimentierplätzen für Untersuchungen verschiedener Art genutzt. An einem untersucht Patrick Hemberger mit seinem Team Russbildungsprozesse.

 

Neue Verbrennungsmodelle

Auf der Grundlage von Ratenkonstanten und weiteren Forschungsergebnissen können Wissenschafter Modelle formulieren, welche die Russbildung mathematisch beschreiben. Diese bilden einen Mosaikstein zur Darstellung von Verbrennungsprozessen, wie Patrick Hemberger ausführt: «Unsere Modelle beziehen sich auf einzelne Reaktionszwischenschritte. Bis daraus Computerwerkzeuge hervorgehen, die in der industriellen Motorenforschung eingesetzt werden können, ist es noch ein sehr weiter Weg.» Ein Treibstoffgemisch bestehe aus unzähligen Molekülen, und für jedes von ihnen müssten Informationen zu Reaktionsketten und Sauerstoffkonzentrationen in das Modell einfliessen. Das Gesamtsystem müsste dann nach den Gesetzen der Strömungslehre (Fluiddynamik) modelliert werden, erklärt Hemberger. «Das ist Zukunftsmusik. Motorenentwickler müssen heute noch mit stark vereinfachten Modellen arbeiten.» Auch wenn die Grundlagenforschung am PSI nicht direkt in der Fahrzeugindustrie nutzbar ist, könnte sie mittelfristig emissionsärmere Motoren hervorbringen, wenn beispielsweise vorhandene Modelle gegen Experimente getestet und weiterentwickelt werden. Dies geschieht bereits heute in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Duisburg-Essen. Hier wird die Zusammensetzung gut definierter Flammen analysiert und mit theoretischen Modellen abgeglichen. Längerfristig können Modelle so verbessert und ihre Vorhersagekraft gesteigert werden.

 

Einbezug von stickstoffhaltigen Russvorläufern

Relevant sind die Erkenntnisse aus der Russbildungsforschung auch für künftige Biotreibstoffe auf der Basis von Ligninen. Lignine sind Makromoleküle, die rund 30 Prozent der Trockenmasse von Pflanzen ausmachen. Diese organischen Verbindungen können bei hohen Temperaturen mittels katalytischer Pyrolyse (Umwandlung unter Ausschluss von Sauerstoff) gespalten werden – ein Verfahren, das schon früher in Krisenzeiten zur Herstellung von Holzgas verwendet wurde. Jedoch ist der Prozess bislang nicht sehr effizient und lohnt sich kaum. Gefragt sind somit optimierte Verfahren und bessere Katalysatoren. Die Voraussetzung dafür schafft ein tiefergehendes Verständnis der zugrundeliegenden chemischen Prozesse, auf das die Forscherinnen und Forscher des PSI hinarbeiten. Auf diesem Weg könnten in Zukunft – unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) – nachhaltige Biotreibstoffe hergestellt werden. Unter Einbezug von spezifischen Katalysatoren und unter genau eingestellten Reaktionsbedingungen liessen sich ferner vielfältige Feinchemikalien produzieren, wie die beteiligten Wissenschafter hoffen. Mit einem neuen Forschungsprojekt sollen am PSI die Arbeiten der letzten Jahre fortgesetzt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Grundidee besteht darin, in die Betrachtung von Russbildungsprozessen neu auch Stickstoff mit einzubeziehen. Das ist eine relevante Frage, weil die für Mensch und Umwelt schädlichen stickstoffhaltigen Russvorläufer beispielsweise in der Biotreibstoffverbrennung entstehen können. Eine zusätzliche Motivation betrifft die Verbrennung von Kohlenwasserstoff/Ammoniak-Gemischen in Gasturbinen, die weltweit vorangetrieben wird. Dafür müssen erweiterte chemische Modelle entwickelt werden, um diesen Prozess gut beschreiben zu können.

Autor: Benedikt Vogel im Auftrag des BFE
Bildquellen: B. Vogel, P. Hemberger
Artikel aus der STZ: Ausgabe Dezember 2020

Weitere Artikel aus der STZ
Die polytechnische Fachzeitschrift SWISS ENGINEERING STZ und das französischsprachige Pendant SWISS ENGINEERING RTS erscheinen zehn Mal jährlich. Das Magazin berichtet über Entwicklungen in der Branche, zeigt Trends auf und gibt Einblick in die Aktivitäten des Berufsverbands. Mitglieder erhalten die Fachzeitschrift samt Spezialausgaben Bau & Architektur, Automation, Energie, Maschinen und Bahntechnik in der Schweiz kostenlos nach Hause geliefert.
Hier finden Sie eine Auswahl an weiteren Artikeln

 

 

 

 

 

Des offres passionnantes !