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Der 4. März jeden Jahres: «World Engineering Day for Sustainable Development»

Am 4. März jeden Jahres, feiern die Ingenieure weltweit den Engineer's Day. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsziele der UN und die herausragenden, unverzichtbaren Leistungen der Ingenieurinnen und Ingenieure für eine nachhaltige Welt global bekannt machen und in Erinnerung rufen.

Swiss Engineering STV unterstützt die Aktivitäten an diesem Tag. Die Fachgruppe Young Swiss Engineering's hat dazu einen Videobeitrag geleistet.

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Vom Notruf zur Maskenmaschine

In Rekordzeit hat die Prodema Engineering AG Spezialmaschinen zur Herstellung von FFP Masken entwickelt und in Betrieb genommen.

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Gestärkt aus der Krise?

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Cybathlon im Lockdown-Modus

51 Teams aus 20 Ländern traten bei der Cybathlon 2020 Global Edition gegeneinander an. Mit am Start waren zehn Teams aus der Schweiz.

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Positionspapier Klimawandel

Zeit zu handeln, mit Ingenieursinnovationen
 

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Salärstudie 2020: Aktuelle Trends

Wieviel verdienen IngenieurInnen und Architekt-Innen, welche Arbeitszeitmodelle überwiegen?

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115 Jahre Swiss Engineering STV

Was am 11. Dezember 1905 mit dem Schweizierischen Technischen Verband (STV) begonnen hat, stärkt und fördert Swiss Engineering STV weiter.

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Magnetschwebebahn reloaded

«Lösungen, die technisch überzeugen und gestalterisch faszinieren.» - Wie die Ingenieus AG in nur drei Jahren mit 12 Mitarbeitern grosse Teile eines Magnetzugs entwickelt hat.

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Vom Notruf zur Maskenmaschine

STZ, Februar 2021 - In Rekordzeit hat die Prodema Engineering AG, Sulgen, Spezialmaschinen zur Herstellung von FFP Masken entwickelt und in Betrieb genommen. Agiles Projektmanagement und tragfähige, einheimische Lieferbeziehungen unterstreichen die schweizerische Ingenieurskompetenz. Das Ostschweizer Unternehmen leistet so einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie.


Vor zehn Jahren hatte die Prodema Engineering AG für eine Kundin in Tschechien eine erste Spezialmaschine zur Fabrikation von FFP-Schutzmasken (EN 149 - Staub, Viren, Bakterien) gebaut, die unter anderem bei staubbehafteten Umgebungen und öligen Aerosolen verwendet werden. Die Nachfrage nach solchen Anlagen war bisher gering, doch im Zeichen der Corona-Pandemie sollte sich dies bald ändern. Ab Februar 2020 häuften sich Anrufe aus China, unter anderem auch aus Wuhan, dem Herkunftsort des neuen Corona-Virus. Im März folgten Notrufe aus Italien, und weitere zahlreiche Anfragen von Südamerika bis Neuseeland fanden den Weg nach Sulgen. Als auch schweizerische Vliesverarbeiter begannen, Maschinen aus Fernost zu beschaffen, sah sich das Engineering-Unternehmen gleich doppelt herausgefordert. Statt Kurzarbeit zu verordnen, beschloss es, auf eigenes Risiko ihre Spezialmaschine weiterzuentwickeln und zu bauen, um damit die akute Nachfrage insbesondere in der Schweiz abzudecken.

 

Freiraum für Innovationen

Die Signale waren klar, und das Projekt für eine neue Produktionsmaschine für FFPMasken, die vor allem im Gesundheitswesen und in Spitälern benötigt werden, nahm Formen an. Ein solches Vorhaben würde unter normalen Umständen vier Monate beanspruchen. Stattdessen setzte sich die Prodema das Ziel, die Projektdauer auf nur zwei Monate zu halbieren. «Ich war anfangs selbst der grösste Zweifler, ob das gelingen könnte», räumt Michael Keller, Mitglied der Geschäftsleitung, ein. «Doch unser Team war verfügbar und die Lieferanten während des Lockdowns schneller lieferbereit». Die Krise habe zudem den Freiraum und die Kapazität für Innovationen geschaffen.

 

Ostschweizer Netzwerk

Nach dem Entscheid der Mutterfirma, die Entwicklung selbst zu finanzieren, versammelte Michael Keller sein Team, sprach mit Lieferanten, Technologiepartnern sowie Monteuren und organisierte am 30. März den Kickoff. Insgesamt waren rund 20 Personen vor allem aus der Ostschweiz in der direkten Realisierung der neuen Maschine involviert. Zuvorkommende Lieferanten beschleunigten den Prozess. Fertigungsteile wurden ausschliesslich in der Schweiz beschafft, und auch Handelsteile für Antriebe und Steuerung stammten von Schweizer Anbietern. Schon Ende Mai konnte in Sulgen ein erster zweistündiger Test gefahren werden. Zehn Tage später wurde die neue Maskenproduktionsmaschine zu einem Ostschweizer Kunden transportiert und in Betrieb genommen, Ende Juni war sie einsatzbereit.

Prodema macht Projekte
Von der Idee über das Konzept, den Entwurf und die Ausarbeitung bis zur Montage und Inbetriebnahme hat die Prodema Engineering AG, Sulgen, das nötige Wissen, die Erfahrung und das Netzwerk, um komplette Projekte zu realisieren. So lautet der Anspruch, den das 2005 gegründete Unternehmen mit seinem siebenköpfigen Team aus Maschinenbauingenieuren, Technikern und Konstrukteuren tatkräftig in Kundenprojekten vor allem in der Ostschweiz umsetzt. Die Prodema ist Fördermitglied von Swiss Engineering Sektion Thurgau, Michael Keller, Mitbegründer und Mitglied der Geschäftsleitung, bereits langjähriges Sektionsmitglied. www.prodema.ch.

 

Agiles Projektmanagement

Das bestehende Knowhow und die Erfahrungen der Prodema Engineering AG, aber auch das funktionierende Netzwerk, insbesondere mit den Automatisationsspezialisten der BMS Sulmatic AG und dem Montageteam, halfen entscheidend mit, den engen Terminplan zu erfüllen. Im Engineeringprozess selbst wurden 60 Prozent der Bauteile neu- oder weiterentwickelt, und innerhalb von nur zwei Wochen wurden die Aufträge vergeben. «Die Verantwortung lag bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Jeden Tag haben unsere sechs Ingenieure und Techniker sowie eine Konstrukteurin von 8.30 bis 9.30 Uhr in einer Videokonferenz den Status diskutiert und Aufgaben definiert, und jeder hat interdisziplinär sein Wissen eingebracht», illustriert Michael Keller das agile Projektmanagement.

«Unser Einsatz hat sich definitiv gelohnt. Wir konnten unser Knowhow und unsere Kompetenzen voll ausspielen.»

Michael Keller, Prodema, Mitglied von Swiss Engineering STV, Sektion Thurgau

 

Prozesssicherheit eingebaut

Die Prodema-Maschine wurde weiterentwickelt und optimiert, vor allem was die Anbringung der Nasenclips und der Ausatemventile betraf. Es gelang gleichzeitig, den Vorgang für die Ultraschall-Schweissung dieser Komponenten und des Vlieses zu vereinfachen, dies bei einer Taktzeit von drei Sekunden pro Maske. «Einen Ausstoss von 900 bis 1000 Stück pro Stunde können wir garantieren », sagt Michael Keller. Zu den Vorgaben gehörte es, stabile Prozesse durch hochstehendes Engineering und Personensicherheit durch die konsequente Anwendung der EU-Maschinenrichtlinie zu erreichen.
 

Auch für andere Maskentypen

Kurz nach der Inbetriebnahme der neuen «Mask Respirator Assembly Machine» (MRAM) wurde ein zweites Projekt für eine Kundin in Tschechien in Angriff genommen. Frisch gewonnene Projekterfahrungen flossen in ein Redesign von Teilen und Prozessen. Wiederum gelang es dem bewährten Team rund um die Prodema Engineering AG, diese zweite Spezialmaschine innerhalb von zwei Monaten in Betrieb zu nehmen. Seit August ist diese Anlage im Einsatz. Bis im Dezember 2020 wurde bereits Hunderttausende FFP-Masken hergestellt. Inzwischen ist die Prodema mit weiteren Maskenlieferanten im Gespräch. Diskutiert und angestossen sind Projekte für andere Maskentypen und Materialien. «Unser Einsatz hat sich definitiv gelohnt. Wir konnten unser Knowhow und unsere Kompetenzen voll ausspielen», bilanziert Michael Keller.

Den LinkedIn-Beitrag "We shape your respirator" finden Sie hier. Video: MRAM - Mask & Respirator Assembly Machine 2020/2021
 

Autor: Martin Sinzig
Bildquelle: Prodema Engineering AG
Artikel aus der STZ: Ausgabe Februar 2021

 

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