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«Mein Herz hat immer für Swiss Engineering geschlagen»

STZ, Dezember 2021 - Ursula Baour, 57, Elektroingenieurin aus Ostermundigen, hat ihren Beruf gewechselt, um Fotografin zu werden. Dann durchkreuzte die Pandemie ihre Pläne als Bilderjägerin. Doch die vierfache Mutter ist auch eine Netzwerkerin.

 

Ursula Baour, Ihr Vater führte ein Geschäft für Motorräder und Fahrräder. Waren Sie von Anfang an von der Technik fasziniert?

Ja, ich habe mit Schraubenziehern gespielt, bevor ich laufen konnte. Ausserdem habe ich alles auseinandergenommen. Ich wollte wissen, wie die Geräte funktionieren. Gut, ich gebe zu, dass es nicht immer einfach war, die Dinge wieder so zusammenzusetzen, dass sie dann auch funktionierten.

Sie haben nach einer Lehre ein EFZ als Elektronikmechanikerin der Technischen Fachschule in Bern erworben. Das war für ein Mädchen schon eine Seltenheit.

Ja, wir waren sehr wenige Mädchen. Damals musste man sehr begabt sein, um so weit zu kommen, mit einer Aufnahmeprüfung.

Dann haben Sie auch die Aufnahme an der Ingenieurschule in Biel (heute Berner Fachhochschule BFH) geschafft. Ging es danach gut weiter?

Ich fiel durchs Vordiplom, aber nach einer sechsmonatigen Pause holte ich das nach. In der Zwischenzeit konnte ich meine Lektionen wiederholen. Dadurch habe ich ein zusätzliches Jahr an der Hochschule gebraucht.

Mit Ihrem Abschluss als Elektroingenieurin in der Tasche war es wohl auch für eine junge Frau leicht, eine Arbeit zu finden?

Ja, seinerzeit war das einfach. Sechs Monate vor dem Abschluss der Ingenieurschule hatten wir bereits Stellenangebote. Ich fand einen Job in der Flugsicherheit in Kloten. Dort war ich damit beschäftigt, die Navigationshilfen zu kontrollieren und einzumessen. Später war ich bei der Armee in Bern angestellt. Es ging um die Nutzung von Sprech-Funkfrequenzen und jenen zur Fernsteuerung von Drohnen. Man musste mit dem BAKOM oder dem Ausland verhandeln. Als unser erstes Kind Michel 1994 geboren wurde, versuchte ich, einen Teilzeitjob auszuhandeln. Dies wurde mir jedoch nicht bewilligt.

Nachdem Sie drei weitere Kinder bekommen hatten, haben Sie dann entschieden, sich um Ihre Familie zu kümmern und nicht mehr zu arbeiten. Haben Sie das bereut?

Ich hätte gerne weitergemacht, zumindest in Teilzeit. Aber Homeoffice war zu dieser Zeit nicht üblich, schon gar nicht für eine Frau. Ich bekam eine Stelle an der Berufsschule in Bern als Lehrerin für Grundkurse für Informatiker. Ich hatte eine befristete Anstellung für sechs Monate, kurz bevor unser zweites Kind geboren wurde. Bereut habe ich es nie, ich war mit grosser Freude Familienmanagerin.

War es einfach, wieder eine Arbeit zu finden, nachdem ihre Kinder erwachsen waren?

Nein, eben nicht. Die Zeit verging wie im Flug und ich wurde von der technischen Entwicklung überholt. Ich war nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Übrigens sehe ich den Unterschied bei meinem ältesten Sohn Michel, der denselben Beruf wie ich gewählt hat, nämlich Elektroniker. Alles hat sich komplett verändert.

Daher auch Ihr Berufswechsel zur Fotografin? 

Ja, in erster Linie ist das eine Leidenschaft. Im Rahmen der Sektion, die wir vor neun Jahren gegründet haben, hatte ich viel Kontakt zu Daniele Lupini, einem Bauingenieur und Fotografen. Er hat eine Master-Class-Ausbildung in Leistungsfotografie ins Leben gerufen. Nach einer Abschlussprüfung erhielt ich 2017 dieses Diplom. Kurz bevor die Pandemie begann, habe ich mich selbstständig gemacht. Aber seitdem ist es schwer, Aufträge zu akquirieren.

Welche Art von Fotos machen Sie?

Etwas spezielle Porträts, Kinder- und Familienshootings. Ausserdem habe ich mich darauf spezialisiert, Bilder in den Bereichen Technik und Architektur zu machen. Dafür habe ich ein Feeling.

Welche Rolle spielt Swiss Engineering bei alldem?

Mein Herz hat schon immer für Swiss Engineering geschlagen. Ich bin seit über dreissig Jahren treues Mitglied. Der Verband ermöglicht mir, eine Verbindung und Kontakte zur Technik sowie zu Ingenieuren und Architekten zu haben.
 

Interview: Roland J.Keller
Bildquelle: Leistungsfotografie Switzerland
Artikel aus der STZ: Ausgabe Dezember 2021

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